Erstes Zweitliga-Stadtderby: Nur Remis zwischen HSV und St. Pauli

Hamburg - Kein Sieger im ersten Zweiliga-Duell: In einer kampfbetonten Partie mussten sich am Sonntag der Hamburger SV und der FC St. Pauli mit einem torlosen Remis zufrieden geben.

HSV-Profi Jann-Fiete Arp (r) im Duell mit Pauli-Kapitän Johannes Flum.
HSV-Profi Jann-Fiete Arp (r) im Duell mit Pauli-Kapitän Johannes Flum.  © DPA

Die Zuschauer im mit 57.000 Zuschauern ausverkauften Volksparkstadion sahen ein Stadtduell mit wenigen Höhepunkten, dafür aber vielen intensiven Zweikämpfen.

Im Vergleich zum torlosen Remis gegen die SpVgg Greuther Fürth wechselte HSV-Trainer Christian Titz zwei Mal: Für Pierre-Michel Lasogga und Khaled Narey stürmten Hee-Chan Hwang und Eigengewächs Jann-Fiete Arp.

Pauli-Trainer Markus Kauczinski setzte hingegen auf dieselbe Elf, die am Mittwoch Aufsteiger Paderborn in der Nachspielzeit mit 2:1 bezwang.

Viele kleinere Fouls prägten die Anfangsminuten der Partie. Die erste Chance hatten die Gäste in der 7. Minute. Ein Freistoß von Marvin Knoll köpfte Kapitän Johannes Flum aufs Tor.

Doch HSV-Keeper Julian Pollersbeck tauchte rechtzeitig ab und hielt den Ball.

St. Paulis Cenk Sahin (l) und Hamburgs Hee Chan Hwang (r) im Duell.
St. Paulis Cenk Sahin (l) und Hamburgs Hee Chan Hwang (r) im Duell.  © DPA

Ansonsten standen die Abwehrreihen relativ sicher. Bis zur ersten nennenswerten Chance der Rothosen dauerte es deshalb auch 25 Minuten.

Nach einer Ecke von Gotoku Sakai verlängerte Innenverteidiger David Bates den Ball, doch am zweiten Pfosten fand sich kein Abnehmer.

In der 44. Minute kamen die Kiezkicker wieder gefährlich vors Tor: Außenverteidiger Daniel Buballa setzte sich auf links durch und legte im Strafraum ab für Mats Möller Daehli. Der Schuss des Norwegers blieb aber an einem Abwehrbein hängen.

Den Schlusspunkt der ersten Hälfte setzte HSV-Youngster Arp. Nach einem schönen Dribbling kam der 18-Jährigen zusammen mit Pauli-Verteidiger Buballa im Strafraum zu Fall. Doch Schiedsrichter Markus Schmidt entschied auf Stürmerfoul und gab keinen Elfmeter (45.).

So ging es mit 3:2 Torschüssen für St. Pauli in die Pause.

Das erste Ausrufezeichen nach der Halbzeit setzte der HSV, der nun deutlich mehr Druck nach vorne entwickelte. Besonders der eingewechselte Tatsuya Ito sorgte auf links für Belebung.

St. Paulis Mats Möller Daehli (l.) klärt den Ball vor HSV-Akteur Gotoku Sakai (r.).
St. Paulis Mats Möller Daehli (l.) klärt den Ball vor HSV-Akteur Gotoku Sakai (r.).  © DPA

In der 50. Minute zirkelte Hwang einen Freistoß nur knapp über den Querbalken.

Zehn Minuten später war es erneut der Südkoreaner: Nach einem feinen Konter wurde der 22-Jährige von Orel Mangala auf rechts freigespielt. Doch im Strafraum setzte der Offensivspieler den Ball aus kurzer Distanz knapp neben den Pfosten.

St. Pauli hielt dem neuen Offensivdruck jedoch stand und wechselte in der Schlussviertelstunde Henk Veerman, Richard Neudecker und Ersin Zehir ein.

Doch das Trio, welches noch am Mittwoch den Sieg gegen Paderborn eingetütet hatte, konnte diesmal nicht für den Lucky Punch sorgen.

In der Nachspielzeit sorgte Cenk Sahin noch für eine Schrecksekunde bei den HSV-Anhängern.

Aus dem Mittelfeld versuchte der Rechtsaußen aus gut 40 Metern den weit aufgerückten Pollersbeck zu überwinden.

Doch der HSV-Keeper eilte zurück und lenkte den Distanzschuss gerade noch so über die Latte. Somit blieb es am Ende beim torlosen Remis.


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