Tabellenführer! Hinterseer schießt HSV gegen Ex-Club zum Sieg

Hamburg - Spitzenreiter, Spitzenreiter, hey, hey! Mit einem 1:0-Heimsieg gegen den VfL Bochum grüßt der Hamburger SV von der Tabellenspitze. Das Tor des Tages vor 41.737 Zuschauern im Volksparkstadion erzielte ausgerechnet HSV-Stürmer Lukas Hinterseer, der vor der Saison noch für die Gäste auflief.

HSV-Spieler Sonny Kittel wird von Bochums Chung-Yong Lee verfolgt.
HSV-Spieler Sonny Kittel wird von Bochums Chung-Yong Lee verfolgt.  © Daniel Bockwoldt/dpa

HSV-Trainer Dieter Hecking vertraute nach dem knappen Sieg im DFB-Pokal beim Chemnitzer FC derselben Startelf.

Somit kamen Lukas Hinterseer und Jan Gyamerah zwei Spieler von Beginn an zum Einsatz, die in der vergangenen Saison noch das Bochumer Trikot überstreiften.

Verzichten musste Hecking hingegen auf Khaled Narey, da die Geburt seines ersten Kindes kurz bevor stand.

Von Beginn zeigten die Gäste aus dem Ruhrpott, dass ihr Trainer Robin Dutt mit seiner Aussage, er sehe sein Team auf Augenhöhe mit dem HSV nicht ganz unrecht hatte.

So hatten die Bochumer auch die erste große Chance der Partie.

Danilo Soares und Vitaly Janelt eroberten im Zentrum robust den Ball gegen Gideon Jung, anschließend ließ Silvere Ganvoula Rick van Drongelen im Eins-gegen-Eins stehen, doch der Niederländer kämpfte sich zurück und blockte den Schussversuch mit einer Grätsche stark ab.

In der Folge entwickelte sich eine ausgeglichene Partie mit vielen kleinen Fouls und ohne Chancen. Für den HSV wurde es der zu erwartende Abnutzungskampf.

Jeremy Dudziak wird von den Bochumern Vitaly Janelt und Anthony Losilla in die Mangel genommen.
Jeremy Dudziak wird von den Bochumern Vitaly Janelt und Anthony Losilla in die Mangel genommen.  © Daniel Bockwoldt/dpa

Es dauerte bis zur 29. Minute, ehe die Rothosen ihre erste Visitenkarte abgaben. Nach einer Ecke kam Tim Leibold an den Ball, ließ ihn noch einmal aufkommen und zog ab. Seinen abgefälschten Schuss parierte VfL-Schlussmann Manuel Riemann stark, den Nachschuss von Jeremy Dudziak aus wenigen Metern hielt er dann erneut überragend.

Bis auf einen Kopfball von Sonny Kittel (33. Minute) konnte der HSV seine optische Feldüberlegenheit nicht ausnutzen.

Zu selten gelang es der Hecking-Elf die Schnittstellen zu finden oder in den Rücken der Gäste-Abwehr zu kommen.

Und so ging mit einem 0:0 in die Kabinen. Bis dahin war es definitiv ein Spiel auf Augenhöhe zwischen beiden Mannschaften.

In der zweiten Hälfte übernahm der HSV zu Beginn das Kommando, doch nach und nach schafften es die Bochumer sich zu befreien und selbst Offensiv-Akzente zu setzen.

Wie es dann so häufig im Fußball ist, führt in einer so zähen Partie eine Standardsituation zum Tor. Nachdem eine Ecke durch den Strafraum segelte, spielten Leibold und Jatta auf links einen Doppelpass, im Rückraum sah der Linksverteidiger Stürmer Hinterseer und der Österreicher drosch den Ball trocken zur Hamburger Führung ins Netz. Da war der Brustlöser!

Der HSV jubelt über das Siegtor von Lukas Hinterseer.
Der HSV jubelt über das Siegtor von Lukas Hinterseer.  © Daniel Bockwoldt/dpa

Mit der Führung im Rücken boten sich den Rothosen mehr und mehr Räume, die aber ungenutzt blieben.

Die Gäste aus Bochum hingegen versuchten offensiver zu agieren, zwingende Aktionen wurden von der HSV-Defensive aber nicht gelassen.

In der 66. Minute brachte Trainer Hecking mit Christopher Moritz für den blaßen David Konsombi sogar einen Spieler, dem ein Vereinswechsel nahegelegt worden war.

Zehn Minuten vor dem Ende gönnte er den lange verletzten Jairo Samperio weitere Einsatzminuten. Der Spanier kam für Sonny Kittel in die Partie.

Der HSV kontrollierte in der Schlussphase weitesgehend die Partie, ließ aber die letzte Konsequenz in ihren Offensiv-Aktionen vermissen.

Von den Gästen aus Bochum kam nicht mehr viel. Lediglich Fernschüße von Saulo Decarli (85.), der weit über das Tor hinweg segelte, und Danny Blum in der Nachspielzeit sorgte für so etwas wie Gefahr.

Der Sieg geriet somit nicht mehr in Gefahr und war am Ende vollkommen verdient. Die Hamburger agierten cleverer und haben den einen Nadelstich gesetzt, der am Ende der 90. Minuten gereicht hat.

Mit dem Dreier übernahm der HSV zumindest für wenige Stunden die Tabellenführung in der zweiten Liga. In der kommende Woche reist die Hecking-Elf zum bisher starken Aufsteiger Karlsruher SC. Da werden doch Erinnerungen wach!

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