Entscheidung gefällt: Hobby-Brauer legt sich mit Krombacher an

Hamm - Vor dem Oberlandgericht Hamm beginnt am Donnerstag (11 Uhr) ein kurioser Prozess zwischen einem Hobby-Brauer aus Neuss und dem Bier-Riesen Krombacher.

Nicht nur Krombacher sei mit Felsquellwasser gebraut, findet der Hobby-Brauer aus Neuss.
Nicht nur Krombacher sei mit Felsquellwasser gebraut, findet der Hobby-Brauer aus Neuss.  © DPA

Dabei geht es nicht etwa um den Geschmack. Gestritten wird um den Begriff "Felsquellwasser" und wer ihn nutzen darf.

Die Brauerei aus dem Siegerland hat die Bezeichnung vor Jahren in das deutsche Markenregister eintragen lassen.

Deshalb darf kein anderer damit werben, auch sein Bier enthalte Felsquellwasser.

Doch jetzt muss Krombacher um diese Exklusivität bangen. Denn der Hobby-Brauer macht der Brauerei das Markenrecht am Begriff "Felsquellwasser" streitig und hat die erste Runde in dem Bier-Streit vor dem Landgericht Bochum gewonnen.

Das Gericht in der Ruhrgebiets-Stadt teilte die Ansicht des Hobby-Brauers, dass Krombacher das Wort nicht zur Kennzeichnung des Bieres benutzt, sondern damit nur einen Bestandteil besonders hervorhebt.

In erster Instanz hat Krombacher bereits verloren

Deshalb verurteilte das Landgericht Bochum Krombacher dazu, in die Löschung der Wortmarke "Felsquellwasser" aus dem Markenregister einzuwilligen.

Dagegen hat die Brauerei, die im vergangenen Jahr rund sechs Millionen Liter Bier verkauft hat, Berufung eingelegt.

Ob bereits am Donnerstag ein Urteil fällt, ist nach Angaben eines Gerichtssprechers nicht absehbar.

Update, 15.30 Uhr

Die Krombacher Brauerei hat den Rechtsstreit um die Bezeichnung Felsquellwasser für ihr Brauwasser gewonnen. Das Oberlandesgericht Hamm wies am Donnerstag den Antrag eines Hobbybrauers in zweiter Instanz ab, den Begriff aus dem deutschen Markenregister zu streichen.

Krombacher hatte die Bezeichnung 2010 unter Schutz stellen lassen. Deshalb darf kein anderer damit werben, auch sein Bier enthalte Felsquellwasser

Eine Bierflasche von Krombacher vor dem Gericht.
Eine Bierflasche von Krombacher vor dem Gericht.  © DPA

Titelfoto: DPA


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