Mord-Verdacht: Suche nach Männerleiche in einem Wald in Osthessen abgesagt

Hammersbach/Hanau - Die am vergangenen Wochenende geplante Suche mit einem Leichenspürhund nach einer Männerleiche in einem Waldstück bei Hammersbach nördlich von Hanau ist kurzfristig abgesagt worden.

Die Suche nach der Leiche wurde in den März verschoben (Symbolbild).
Die Suche nach der Leiche wurde in den März verschoben (Symbolbild).  © dpa/Philipp Schulze

Der Hundeführer habe befürchtet, dass der Spürhund aufgrund der niedrigen Nachttemperaturen Schwierigkeiten haben könnte, Fährten aufzunehmen, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft am Montag.

Der gesuchte Tote wird seit dem Jahr 2000 vermisst. Die Ermittler gehen von einem Tötungsdelikt aus.

Es handelt sich um die Leiche eines im August 1951 geborenen Mannes aus Obertshausen (Kreis Offenbach). Er sei nach einem Familienstreit vermutlich von seinem Bruder getötet worden, sagte Sprecher Alexander Homm.

Auslöser für die Suche in dem Wald in Osthessen waren Hinweise in Ermittlungen zu einem anderen Fall. Der mutmaßliche Täter und Bruder des Obertshauseners sei mittlerweile auch gestorben.

Es handelt sich um einen 66-jährigen Mann, der sich im September 2018 bei einem Festnahmeversuch in seiner Wohnung in Dietzenbach (Kreis Offenbach) das Leben nahm (TAG24 berichtete).

Erneute Suche nach der Leiche im März

Zu dem Einsatz mit Spezialkräften der Polizei kam es, weil der Mann auch verdächtigt wird, im Juni 2018 ein Ehepaar (61 und 64 Jahre alt) aus der Nachbarschaft getötet zu haben. Das Motiv ist unklar.

Die Suche wurde auf den 16. und 17. März verschoben. Dann sollen laut Staatsanwaltschaft drei Hunde nach der Leiche suchen.

Titelfoto: dpa/Philipp Schulze

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