Nach Blutnacht in Hanau: Innensenator Geisel will Sicherheitslage in Berlin prüfen!

Berlin - Nach den möglicherweise rassistisch motivierten Angriffen auf zwei Shisha-Bars im hessischen Hanau mit vielen Toten will Berlins Innensenator Andreas Geisel (SPD) die Sicherheitsvorkehrungen in der Hauptstadt auf den Prüfstand stellen.

Im hessischen Hanau hat ein 43-Jähriger in der Nacht neun Menschen in Shisha-Bars erschossen.
Im hessischen Hanau hat ein 43-Jähriger in der Nacht neun Menschen in Shisha-Bars erschossen.  © dpa/Boris Roessler

Er wisse, dass gerade viele Menschen mit ausländischen Wurzeln in Berlin Sorgen hätten und beunruhigt seien, betonte Geisel am Donnerstag. Deshalb habe er Vertreter der migrantischen Community zu einem Gespräch über die Sicherheitslage eingeladen, sagte er im Abgeordnetenhaus. "Weil wir migrantische Einrichtungen selbstverständlich schützen."

Das Landeskriminalamt habe inzwischen geprüft, ob es Bezüge des Täters von Hanau zu Berlin gebe. Das sei nicht der Fall, so Geisel. Es gehe um einen "mutmaßlich rassistisch-rechtsterroristischem Mord", betonte er in einer Mitteilung. "In Hanau wurde keine Shisha-Bar angegriffen. In Hanau wurden Menschen getötet, die zu uns gehören." Der Täter habe "unglaubliches menschliches Leid" über die Stadt und das ganze Land gebracht.

In Hanau hatte ein 43-Jähriger in der Nacht in zwei Shisha-Bars neun Menschen erschossen, vorwiegend solche mit ausländischen Wurzeln. Der Generalbundesanwalt übernahm die Ermittlungen, nach Angaben des hessischen Innenministers Peter Beuth (CDU) besteht Terrorverdacht.

Stunden nach dem Verbrechen entdeckte die Polizei die Leiche des mutmaßlichen Todesschützen. Die Ermittler gehen demnach davon aus, dass er seine Mutter und sich selbst erschossen hat. Die Geschehnisse in Hanau findet Ihr hier im Liveticker.

Innensenator Andreas Geisel (SPD) will nun die Sicherheitsvorkehrungen in Berlin prüfen.
Innensenator Andreas Geisel (SPD) will nun die Sicherheitsvorkehrungen in Berlin prüfen.  © dpa/Andreas Gora

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