Ringer-Trainer gesteht sexuellen Missbrauch an zwei Jungen: Doch eine Aussage irritiert

Aschaffenburg/Hanau - Ein wegen sexuellen Missbrauchs zweier Jungen angeklagter ehemaliger Ringertrainer hat zu Prozessbeginn die Taten weitgehend eingeräumt. Vor dem Landgericht Aschaffenburg in Unterfranken gestand der 52-Jährige am Donnerstag, die zur Tatzeit 12 und 14 Jahre alten Kinder mehrfach sexuell missbraucht zu haben.

Der Angeklagte (re.) gestand seine Taten weitestgehend.
Der Angeklagte (re.) gestand seine Taten weitestgehend.  © dpa/Nicolas Armer

Er wisse aber nicht mehr, wie viele Taten es gewesen seien. Den ihm außerdem zur Last gelegten Besitz von kinderpornografischen Bild- und Videodateien räumte er ebenfalls ein, bestritt aber, diese verbreitet zu haben. Einige der Taten, die ihm vorgeworfen werden, soll er in Hanau begangen haben.

Der Angeklagte soll die Mütter der mutmaßlichen Opfer über ein Ringertraining kennengelernt haben. Als späterer Lebensgefährte der Frauen soll er sich so das Vertrauen der Jungen, die bei ihm Sport trieben, erschlichen haben.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann 33 Fälle sexuellen Missbrauchs von Schutzbefohlenen und sechs Fälle von schwerem sexuellen Missbrauch vor.

Außerdem soll er mehr als 100.000 kinderpornografische Bilder und Filme besessen und verbreitet haben. Laut Anklage fanden einige Übergriffe in einer kleinen Hütte in Hanau statt. Einige Taten soll er auch fotografiert haben.

Nach Darstellung der Staatsanwaltschaft versprach der Mann den Kindern aus dem Landkreis Aschaffenburg Geschenke und verging sich dann an ihnen. Für den Prozess sind drei Verhandlungstage bis zum 31. Januar angesetzt.

Urteil gegen ehemaligen Ringertrainer gefallen

Update 17.50 Uhr: Wegen sexuellen Missbrauchs zweier Jungen muss ein ehemaliger Ringertrainer mehrere Jahre hinter Gitter. Das Landgericht Aschaffenburg verurteilte den 52-Jährigen am Donnerstag wegen einer Vielzahl von Fällen sexuellen Missbrauchs sowie wegen des Besitzes kinderpornografischer Bilder und Videos zu einer Freiheitsstrafe von sechs Jahren und neun Monaten.

Vier Taten wertete die Kammer als schweren sexuellen Missbrauch. Einige Übergriffe fanden in einer kleinen Hütte in Hanau statt.

Außerdem soll er mehr als 100.000 kinderpornografische Bilder und Filme besessen und verbreitet haben.
Außerdem soll er mehr als 100.000 kinderpornografische Bilder und Filme besessen und verbreitet haben.  © dpa/Nicolas Armer

Titelfoto: dpa/Nicolas Armer

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