Nach rechtsextremem Terror-Anschlag: Heute Demo gegen Hetze in Hanau

Hanau - Nach dem rassistischen Anschlag in Hanau will ein Bündnis heute um 14 Uhr in der hessischen Stadt gegen Hetze und Menschen-Verachtung auf die Straße gehen.

Bereits am Donnerstag waren in Hanau zahlreiche Menschen zu einem Trauermarsch auf die Straße gegangen.
Bereits am Donnerstag waren in Hanau zahlreiche Menschen zu einem Trauermarsch auf die Straße gegangen.  © dpa/Nicolas Armer

Für die Demonstration vom Freiheitsplatz in der Innenstadt zu den beiden Tatorten erwarten die Veranstalter nach Angaben der Stadt bis zu 2000 Teilnehmer.

Am Nachmittag ist auf dem zentralen Marktplatz von einem privaten Veranstalter zudem noch eine Kundgebung geplant.

Auch am Donnerstag und Freitag hatte es bereits Mahnwachen und Gedenkveranstaltungen gegeben (TAG24 berichtete).

Bei einer ersten Gedenkveranstaltung am Donnerstag auf dem Marktplatz hatte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier gemahnt: "Heute ist die Stunde, in der wir zeigen müssen: Wir stehen als Gesellschaft zusammen, wir lassen uns nicht einschüchtern, wir laufen nicht auseinander."

In der Nacht zum Donnerstag hatte der 43 Jahre alte Tobias R. in Hanau neun Menschen mit ausländischen Wurzeln erschossen.

Zudem soll der Sportschütze aus Deutschland seine 72 Jahre alte Mutter und sich selbst getötet haben (TAG24 berichtete).

Regierung sagt 30.000 Euro für engste Angehörige der Opfer zu

Bereits am Freitag hatte der Opferbeauftragte der Bundesregierung, Edgar Franke, den Angehörigen der Opfer von Hanau schnelle finanzielle Hilfe zugesagt.

"Aus dem Fonds für Härteleistungen können innerhalb von zwei Wochen Soforthilfen ausgezahlt werden. Für Ehepartner, Kinder und Eltern von Getöteten sind das 30.000 Euro, für Geschwister 15.000 Euro", sagte Franke dem Redaktions-Netzwerk Deutschland.

Das könne das schreckliche Leid des Verlusts der eigenen Eltern oder Kinder nicht lindern. "Aber zumindest ist es eine Hilfe für die nötigsten Dinge, die in diesem Moment wichtig sind", fügte er hinzu.

Titelfoto: dpa/Nicolas Armer

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