Nach Schock-Fund von radioaktivem Paket: Das sagt die Polizei

Hanau - Für einigen Wirbel sorgte am Samstagmittag ein gefundenes Paket vor einer Wohnungstür in Erlensee, von dem eine radioaktive Strahlung ausging. Dazu wies der Absender auf eine Stadt in Tschechien hin, die für ihre Uranminen bekannt ist!

Spezialeinsatzkräfte in Schutzmontur untersuchten das Paket. Im Vordergrund: das Gestein "Uraninit" (Fotomontage).
Spezialeinsatzkräfte in Schutzmontur untersuchten das Paket. Im Vordergrund: das Gestein "Uraninit" (Fotomontage).  © KeutzTVNews/Alexander Keutz, Armin Lerch, 123RF/Bj

Wie die Polizei nun mitteilt, handelte es sich bei dem Päckchen um ein geöffnetes Postpaket, indem sich mehrere Steine befanden. Dieses sollte eigentlich an eine komplett andere Adresse geliefert werden und war für einen Gesteins-Sammler bestimmt!

Der Mann hatte offenbar online das frei verkäufliche "Uraninit" geordert, das jedoch niemals bei ihm ankam.

Stattdessen landete es vor der Wohnungstür eines Ehepaares, das misstrauisch die Polizei alarmierte. Ein Großaufgebot an Feuerwehr, Krankenwagen, Polizisten und Spezialkräften wurden am Samstag zu der Fundstelle geordert (TAG24 berichtete).

Dazu wurde die entsprechende Straße abgesperrt. Hausbewohner in unmittelbarer Nähe des verdächtigen Pakets, mussten zudem ihre Wohnungen verlassen, da eine Gefahr nicht auszuschließen war.

Wie gefährlich war die Strahlung?

Die Messungen der Spezialkräfte bestätigten schließlich den Verdacht einer radioaktiven Strahlung. Zum Glück war diese jedoch nur schwach und stellte so keine Gefährdung für Mensch und Umwelt dar.

Wie genau das Paket zu dem Wohnhaus gelangte und wer es geöffnet hatte, ist noch unklar.

Insgesamt waren 100 Einsatzkräfte vor Ort.
Insgesamt waren 100 Einsatzkräfte vor Ort.  © KeutzTVNews/Alexander Keutz, Armin Lerch
Auf alles vorbereitet: Auch Spezialkräfte für radioaktive Gefahren waren vor Ort.
Auf alles vorbereitet: Auch Spezialkräfte für radioaktive Gefahren waren vor Ort.  © KeutzTVNews/Alexander Keutz, Armin Lerch

Titelfoto: KeutzTVNews/Alexander Keutz, Armin Lerch, 123RF/Bj


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