Nach Rettungsversuch: Gedenktafel soll an getöteten Schüler erinnern!

Hanau/Frankfurt am Main - Eine Gedenktafel soll in Hanau künftig an den Schüler Alptug Sözen erinnern, der an einer Frankfurter S-Bahn-Station bei einem Rettungsversuch ums Leben kam.

Das Unglück passierte an der Frankfurter S-Bahn-Haltestelle "Ostendstraße" (Archivbild).
Das Unglück passierte an der Frankfurter S-Bahn-Haltestelle "Ostendstraße" (Archivbild).  © DPA

Die Tafel soll am Donnerstag (17 Uhr) in der Ludwig-Geißler-Schule enthüllt werden, die der 17-Jährige zuletzt besucht hatte. Außerdem will Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD) den Eltern die Ehren-Plakette der Stadt in Gold überreichen.

Alptug Sözen war im November 2018 an der Haltestelle Ostendstraße in Frankfurt ums Leben gekommen, als er einem betrunkenen Obdachlosen helfen wollen, der auf den Gleisen lag.

Dabei bemerkte der Jugendliche zu spät den herannahenden Zug, der ihn überrollte (TAG24 berichtete).

"Sein spontanes Handeln zeigt, welch ein emphatischer, hilfsbereiter und mutiger junger Mann Alptug Sözen gewesen ist", sagte Kaminsky.

Ein so selbstloses Handeln sei heute nur selten anzutreffen. "Zivilcourage erfordert Mut – und an dieser Stelle kann und muss die Gesellschaft diesen mutigen jungen Mann Alptug Sözen als Vorbild in Erinnerung behalten."

Am Unfallort erinnern bereits mehrere Zusatz-Schilder mit dem Schriftzug "Alptug-Sözen-Station" und eine Gedenk-Tafel an den jungen Mann.

Für den 17-Jährigen war jede Hilfe zu spät gekommen (Symbolbild).
Für den 17-Jährigen war jede Hilfe zu spät gekommen (Symbolbild).  © 123rf/Jörg Hüttenhölscher

Titelfoto: DPA

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