Nach 29 Jahren! 4-Jähriger wird exhumiert

Die Staatsanwaltschaft ermittelt nach 29 Jahren erneut zum Tod des Jungen.
Die Staatsanwaltschaft ermittelt nach 29 Jahren erneut zum Tod des Jungen.  © dpa/Frank Rumpenhorst

Hanau - 29 Jahre nach seinem Tod soll der kleine Junge aus Hanau wieder ausgegraben werden.

Der Grund dafür sind Vermutungen, dass es sich bei dem Vorfall um ein Verbrechen handelt, weshalb neue Ermittlungen eingeleitet wurden.

Der Vierjährige, der am 17. August 1988 ums Leben kam, soll nicht wie angenommen ohne Fremdeinwirkung gestorben, sondern ermordet worden sein - und Mord verjährt nicht.

Allerdings bestätigt die Staatsanwaltschaft Hanau am Donnerstag lediglich ein aufgenommenes Ermittlungsverfahren. Aus ermittlungstaktischen Gründen könnten keine weiteren Angaben gemacht werden, sagte Oberstaatsanwalt Dominik Mies.

Nach Angaben der "Bild"-Zeitung sollen die sterblichen Überreste des Jungen exhumiert werden. Auch jetzt noch könnten Knochenbrüche nachgewiesen werden.

Im Zentrum der Ermittlungen stünde ein Paar aus dem Main-Kinzig-Kreis, das in den 1980er Jahren Pflegekinder aufgenommen haben soll. Der als Pastor tätige Mann wurde dem Bericht zufolge wegen radikaler Ansichten aus dem Kirchendienst entlassen.Er sei diesem Schritt aber zuvorgekommen und auf eigenen Wunsch ausgeschieden.

Das Paar gründete wohl auch eine Sekte. Ein Ermittler sagte aus, dass dort kaum zu ertragende Zustände geherrscht hätten.

Der Junge soll extrem unterernährt gewesen, misshandelt worden und daran gestorben sein.


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