Ehrenmord? Mann sticht auf offener Straße wie besessen auf seine Frau ein

Das Opfer wurde von zahlreichen Messerstichen getroffen (Symbolbild).
Das Opfer wurde von zahlreichen Messerstichen getroffen (Symbolbild).  © 123RF/Adzicnatasa

Hanau - War die blutige Messerattacke am Mittwochabend in der Hanauer Innenstadt ein sogenannter "Ehrenmord"?

Eine 52 Jahre alte Frau war mutmaßlich von ihrem Ehemann (57) mit einem Dolch angegriffen und tödlich verletzt worden. Die Frau starb nach der Attacke im Krankenhaus (TAG24 berichtete). Der Tatverdächtige wurde noch am Mittwoch festgenommen. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen ihn wegen Mordverdacht.

Nach der Obduktion der Leiche steht nun fest: Die 52-jährige Ehefrau des Tatverdächtigen erlitt alleine vier Dolchstiche im Kopf. Fünf weitere tiefe Stiche hätten den Oberkörper getroffen, sagte der Hanauer Oberstaatsanwalt Dominik Mies am Freitag gegenüber der Deutschen Presse Agentur (dpa).

Nach den Worten von Mies sind der mutmaßliche Täter und das Opfer afghanische Staatsbürger. Die Bild-Zeitung hatte schon am Donnerstag berichtet, dass es sich bei den beiden Eheleuten um Afghanen handelt.

Als mögliches Motiv vermuten die Ermittler, dass der Mann die Trennung von seiner Frau nicht akzeptieren konnte und die Familienehre verletzt sah.

Laut Obduktion habe das Opfer insgesamt rund 35 Verletzungen am Körper, darunter auch viele kleinere Schnitte und Blutergüsse, sagte Mies.

Titelfoto: dpa/Oliver Berg


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