Bei lebendigem Leib! Ehemaliger Rechtsanwalt zündet Ehefrau an

Wegen der Grausamkeit der Tat, sitzt der ehemalige Rechtsanwalt nun wegen Mordes auf der Anklagebank (Symbolbild).
Wegen der Grausamkeit der Tat, sitzt der ehemalige Rechtsanwalt nun wegen Mordes auf der Anklagebank (Symbolbild).  © DPA

Hanau - Es eine Leidensgeschichte, die erschüttert. Ein ehemaliger Rechtsanwalt soll erst seine Frau bis zur Widerstandsunfähigkeit verprügelt und sie anschließend angezündet haben. Nun steht der 48-Jährige ab Dienstag vor Gericht.

Der Anklage zufolge war es eine grausame Tat: Ein Mann schüttet Spiritus auf seine Frau und zündet sie an (TAG24 berichtete). Der Ehemann sitzt nun wegen Mordes auf der Anklagebank. Doch dieser bestreitet die Tat!

Die 52-Jährige starb später an den schweren Brandverletzungen. Knapp acht Monate nach dem tödlichen Angriff beginnt am Dienstag vor dem Landgericht Hanau der Prozess gegen den Ehemann.

Ihm wird Mord vorgeworfen. Die Staatsanwaltschaft begründet dies in ihrer Anklage mit der Grausamkeit der Tat. Bislang sind sieben Termine für den Prozess angesetzt.

Der Mann soll seine Frau am 20. März zunächst "bis zur Widerstandsunfähigkeit verprügelt haben", wie die Staatsanwaltschaft mitgeteilt hatte. Dann soll er Gesicht und Bauch der 52-Jährigen mit Spiritus übergossen und angezündet haben. Der Angeklagte bestreitet die Tat, wie Oberstaatsanwalt Dominik Mies sagte. Die Frau starb am 29. März in einem Krankenhaus.

Wie und warum genau es zu der Auseinandersetzung und der Tat kam, ist noch unklar. Nachbarn und Bekannte hatten Medienberichten zufolge gesagt, dass es häufiger Streit zwischen den beiden deutschen Eheleuten gegeben habe. Die Frau sei wiederholt mit Prellungen im Gesicht gesehen worden. Ein Gerichtssprecher bestätigte, dass der Mann in der Vergangenheit wiederholt gewalttätig gegen seine Ehefrau geworden sein soll.

Laut Staatsanwaltschaft gab der Angeklagte an, seine Frau bereits mit Brandverletzungen in der gemeinsamen Wohnung vorgefunden zu haben, als er abends von einem Termin nach Hause zurückkehrte. Den Ermittler seien aber Zweifel bei den Schilderungen zum zeitlichen Geschehen gekommen, sagte Oberstaatsanwalt Mies.

Der Angeklagte hat seine Zulassung als Rechtsanwalt bereits vor Jahren verloren, wie Gericht und Staatsanwaltschaft mitteilten. Er sei bereits strafrechtlich in Erscheinung getreten.


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