Aue oder Dresden? Wer hat im ersten Derby des Wochenendes die Nerven im Griff?

Cheftrainer Christian Pöhler (li.) und Co-Trainer Rico Göde vom HC Elbflorenz brauchen am Samstag in Aue einen guten Plan.
Cheftrainer Christian Pöhler (li.) und Co-Trainer Rico Göde vom HC Elbflorenz brauchen am Samstag in Aue einen guten Plan.  © Lutz Hentschel

Dresden - Es klang schon ein wenig verzweifelt und frustriert, als Elbflorenz-Trainer Christian Pöhler wenige Tage vorm Derby in Aue erklärte:

"Im Training fängst du immer wieder bei null an. Wir bekommen keine Kontinuität rein, es ist keine kontinuierliche Arbeit möglich. Dadurch können sich keine Automatismen ausbilden."

Schuld daran sind die anhaltenden Verletzungsprobleme beim Aufsteiger. Zuletzt beim 23:26 daheim gegen Rimpar fehlten den Dresdnern vier wichtige Spieler, einige liefen zudem angeschlagen auf. War in den vergangenen Wochen einer der verletzten Leistungsträger wieder fit, dann erwischte es prompt den nächsten. "Aber da müssen wir durch, das hilft nichts", schloss Pöhler das leidige Thema ab.

Was für ein Spiel erwartet er in Aue? "Der EHV steht mit dem Rücken zur Wand, aber auch wir brauchen die Punkte. Beide Mannschaften werden sicher relativ nervös sein. Wichtig ist es, schnell zu seinem System zu finden. Wir müssen die Aufgabe nicht nur über den Kampf, sondern auch handballerisch lösen", so der Coach, der im Erzgebirge auf die Unterstützung von über 150 mitgereisten Fans aus Dresden bauen kann.

Das ist erfreulich, schließlich hat der HC Elbflorenz auf fremdem Parkett ein großes Problem: Bisher erbeutete er da erst ein mageres Pünktchen. Deshalb hat Christian Pöhler seiner Mannschaft auch mit einem Augenzwinkern gesagt:

"Männer, ich finde es super, dass Ihr Euch den ersten Auswärtssieg der Saison für das Sachsenderby in Aue aufgehoben habt."

Rüdiger Jurke: Aue-Manager will gewinnen, kennt aber keinen Neid

Aue-Coach Stephan Swat (li.) und Manager Rüdiger Jurke hoffen ausgerechnet im Derby auf den Befreiungsschlag.
Aue-Coach Stephan Swat (li.) und Manager Rüdiger Jurke hoffen ausgerechnet im Derby auf den Befreiungsschlag.  © Frank Kruczynski

Aue - Das Derby ist das Salz in der Suppe, die Spieler wollen das erste Punktspiel zwischen dem EHV Aue und dem HC Elbflorenz noch mit ordentlich Pfeffer würzen. Samstag, 17 Uhr, ist Anwurf in der proppevollen Erzgebirgshalle in Lößnitz.

Der EHV rechnet mit über 2000 Zuschauern, darunter bis 200 HCE-Anhänger. "Ich gehe aber davon aus, dass unsere Fans lauter sein werden. Wir bauen schon auf die Macht von der Tribüne. Das muss richtig brodeln", wünscht sich EHV-Manager Rüdiger Jurke.

Die sportliche Rivalität ausgeblendet, Jurke zieht den Hut vor Elbflorenz: "Eine starke Mannschaft, die mit dem Klassenerhalt keine Probleme haben wird. Da sieht man was möglich ist, wenn sich die Richtigen für Handball interessieren." Er spielt auf die finanziellen Möglichkeiten der Dresdner durch Präsident und Hauptsponsor Uwe Saegeling an.

Neid kennt Jurke nicht, er gönnt den Gästen den Erfolg. Außer heute, da will er seinen EHV siegen sehen. "So ein Erfolg könnte die Wende einleiten." Nach neun Niederlagen am Stück wäre die wichtig.


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