Trainer vom HC Elbflorenz hadert mit den Torhütern

Nach einer guten ersten Halbzeit war Christian Pöhler vor allem mit Torhüter Mario Huhnstock unzufrieden.
Nach einer guten ersten Halbzeit war Christian Pöhler vor allem mit Torhüter Mario Huhnstock unzufrieden.  © Frank Kruczynski

Dresden - Christian Pöhler stand einfach nur da. Der Coach des HC Elbflorenz konnte nicht begreifen, was da eben in der Erzgebirgshalle passiert war. Einen Sechs-Tore-Vorsprung hatten seine Jungs beim EHV Aue noch aus der Hand gegeben und eine ganz bittere, vor allem völlig unnötige 27:28-Niederlage beim Schlusslicht kassiert.

"Vielleicht", suchte Pöhler nach einer Antwort. "Vielleicht musste das alles so kommen. Vielleicht war Aue heute einfach mal dran mit einem Sieg", schüttelte er den Kopf.

Dabei hatten seinen Mannen in der ersten Halbzeit wie im Rausch gespielt, zur Pause 16:11geführt, kurz danach gar 17:11. Alles lief nach Plan. "Wir spielen eine überragende erste Halbzeit, das war die beste Angriffsleistung der Saison. Wir haben annähernd optimal gearbeitet. Und dann kam die Pause", schnaufte der Elbflorenz-Coach.

Und diese tat den Dresdnern gar nicht gut. "Die war der Knackpunkt, wir hätten sehr gerne weitergespielt, kommen gar nicht gut raus, obwohl wir noch das 17. Tor erzielen", haderte Pöhler. Pech, einige überhastete Aktionen und dazu eine überragende Torhüterleistung von Aues Eric Töpfer ließen den Vorsprung erst schmelzen und dann ganz verschwinden.

"Wir haben das Spiel dadurch erst zum Derby gemacht. Das war rassig, überwiegend fair. Aber letztendlich war der letzte Siebenmeter mit der Parade sinnbildlich für uns: Das Torhüter-Übergewicht lag in der zweiten Hälfte eindeutig auf Auer Seite", erkannte Pöhler.

Während Töpfer eben über sich hinaus wuchs, konnte Mario Huhnstock das in der zweiten Hälfte nicht. Da war auch für seinen Ersatz Hendrik Halfmann nichts mehr auszurichten.

Christian Pöhler konnte teilweise nicht mehr hinsehen, Mario Huhnstock steht in der Kritik.
Christian Pöhler konnte teilweise nicht mehr hinsehen, Mario Huhnstock steht in der Kritik.  © Frank Kruczynski/Lutz Hentschel

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