4. HC Elbflorenz-Pleite in Folge! "Jetzt ist die schöne Zeit vorbei"

Julius Dierberg, mit sechs
Toren Dresdens erfolgreichster Werfer, lag nach Spielende enttäuscht auf dem
Boden. Im Hintergrund tanzen die siegreichen Konstanzer im Kreis.
Julius Dierberg, mit sechs Toren Dresdens erfolgreichster Werfer, lag nach Spielende enttäuscht auf dem Boden. Im Hintergrund tanzen die siegreichen Konstanzer im Kreis.  © Matthias Rietschel

Dresden - Rabenschwarzer 2. Advent für den HC Elbflorenz. Der Zweitliga-Aufsteiger verlor in der heimischen BallsportARENA gegen Schlusslicht HSG Konstanz 22:25 (8:12).

Zu allem Überfluss fielen schon nach wenigen Sekunden die großen Anzeigetafeln aus. Zwei Unterbrechungen, gut 16 Minuten Zwangspause - "das passte heute ins Bild", meinte HCE-Routinier Rene Boese enttäuscht.

Welchen Einfluss die Technikprobleme auf den Ausgang des Spiels hatten, ist Spekulation. Gästecoach Daniel Eblen meinte zumindest:

"Als die Anzeigetafeln ausfielen, hatte ich das Gefühl, dass heute was geht für uns. Wir haben dann auch schneller die Spannung wieder aufgebaut als die Dresdner." Die Gastgeber lagen prompt 4:7 (18.) hinten. Zur Pause hieß es 8:12. "Wir waren in der ersten Halbzeit außer Tritt, haben im Angriff oft überhastet abgeschlossen", analysierte Elbflorenz-Trainer Christian Pöhler.

"Wir haben keinen Rhythmus gefunden. Uns fehlen durch die vielen Verletzungsausfälle die Mechanismen." Anfang der Woche hatte es auch noch Patrik Hruscak (Entzündung in der Fußsohle) erwischt, am Freitag brach sich Arseniy Buschmann im Training die Nase. Deshalb musste gegen Konstanz neben Co-Trainer Rico Göde ein Duo aus der zweiten Mannschaft aushelfen.

Auch nach dem Seitenwechsel kam bei den 1811 Zuschauern kaum das Gefühl auf, dass ihr Team noch etwas reißen könnte. "Die Leidenschaft, die uns sonst daheim so stark macht, habe ich diesmal vermisst", schimpfte Rene Boese. "Feuer kam erst zehn Minuten vor Schluss auf, aber so kannst du kein Spiel gewinnen." Nach dem 16:21 (50.) verkürzte der HCE auf 22:24, zu mehr reichte es nicht.

Das 22:25 war die vierte Pleite in Folge. Die Niederlagen gegen die Keller-Teams Aue (27:28) und Konstanz tun besonders weh. Torhüter Mario Huhnstock fasste mit Blick auf die Tabelle zusammen: "Jetzt ist endgültig die schöne Zeit vorbei."

Nach dem Ausfall der
elektronischen Anzeigetafeln musste auf Handbetrieb umgestellt werden.
Nach dem Ausfall der elektronischen Anzeigetafeln musste auf Handbetrieb umgestellt werden.  © Matthias Rietschel

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