Ist dieser Handballprofi ein Kokain-Schmuggler?

Aleksandar Svitlica (35) vom Erstligisten GWD Minden soll an Kokain-Deals beteiligt gewesen sein
Aleksandar Svitlica (35) vom Erstligisten GWD Minden soll an Kokain-Deals beteiligt gewesen sein

Minden - Die Vorwürfe gegen den Handballspieler Aleksandar Svitlica vom Erstligisten GWD Minden wiegen schwer. Der 35-jährige Rechtsaußen des Bundesligisten soll zusammen mit anderen Beschuldigten größere Mengen Kokain nach Deutschland geschmuggelt haben.

Gegenüber des Westfalen-Blattes bestätigte der Oberstaatsanwalt Carsten Rino, dass die Hamburger Behörde gegen den Handballer und sechs weitere Männer ermittle. Die sieben Beschuldigten sollen demnach Kokain aus Südamerika nach Deutschland geschafft haben.

"Eine Lieferung von mehr als 200 Kilogramm ging nach Bremerhaven, eine zweite nach Hamburg", erklärte Rinio. 40 Kilogramm Koks wurden schließlich in Hamburg entdeckt. Laut Angaben des Zolls sei man nicht sicher, ob es sich bei dieser Menge um die gesamte Lieferung handle.

Svitlica hingegen sei laut der Staatsanwaltschaft Hamburg kein Haupttäter. "Es besteht der Verdacht, dass er Gehilfe war", gab Rino an. Der Handballer soll sich ausschließlich um Flüge für die anderen Tatverdächtigen gekümmert, ihnen Geld für die Beschaffung der Drogen gegeben und als Dolmetscher gedient haben.

Fünf der sieben Beschuldigten sitzen derzeit in Untersuchungshaft. Auch der 35-jährige Handballprofi saß dort im November, wurde aber schließlich nach einer Aussage freigelassen.

Im Moment ist der Haftbefehl gegen ihn gegen Auflagen außer Vollzug gesetzt.

Seit 2011 ist der montenegrinische Rechtsaußen bei GWD Minden unter Vertrag und ist dort einer der Top-Scorer. Noch bis Juni 2018 läuft sein Vertrag. Der Verein und seine Mitspieler schweigen zu den Vorwürfen.


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