HC Elbflorenz verliert packendes Spiel: Meinhardt macht Aue zum Derbysieger

Aue - So macht Handball richtig viel Spaß! In einem packenden und mitreißenden Sachsenderby behielt der EHV Aue gegen den HC Elbflorenz mit 25:23 (12:12) die Oberhand. Vor 2020 Zuschauern in einer energiegeladenen Erzgebirgshalle war das Werbung für den Sport.

Elbflorenz-Trainer Christian Pöhler gibt Anweisungen.
Elbflorenz-Trainer Christian Pöhler gibt Anweisungen.  © Frank Kruczynski

Wenn man Motivation in Flaschen abfüllen könnte, es wäre ein explosives Gesöff geworden. Das Derby setzte Kräfte und Emotionen frei. Jeder auf dem Parkett gab mehr als 100 Prozent.

Klar, es war nicht immer Handball vom Feinsten, da waren etliche technische Fehler dabei. Aber diese Leidenschaft! Die Trikots dürften nach Abpfiff allesamt Überlänge gehabt haben, so wurde gezogen, gezerrt und gefightet.

Dresden lag in der ersten Hälfte angeführt von einem starken Mario Huhnstock meist in Führung.

Im Angriff setzte das Trio Sebastian Greß, Gabor Pulay und Marc Pechstein immer wieder Akzente. Auf der anderen Seite konnte sich der EHV auf Eric Meinhardt verlassen, der sieben der zwölf Tore erzielte.

Nach der Einwechslung von Keeper Eric Töpfer stand auch die Abwehr besser - 12:12 zur Pause.

Gabor Pulay (Dresden) setzt zum Sprungwurf an. Er wird dabei von Eric Meinhardt bedrängt, der am Ende für die Entscheidung sorgte.
Gabor Pulay (Dresden) setzt zum Sprungwurf an. Er wird dabei von Eric Meinhardt bedrängt, der am Ende für die Entscheidung sorgte.  © Frank Kruczynski

Der erbitterte Kampf ging in Hälfte zwei weiter. Nun legte Aue vor und Dresden zog nach.

Nach 45 Minuten hatte sich der EHV ein Vier-Tore-Plus (20:16) herausgeschossen, doch der HC biss, kam wieder auf 19:20 aus seiner Sicht heran.

Der knappe Spielstand hatte zur Folge, dass es immer haariger wurde. Das war fast schon Griechisch-Römisch auf dem Parkett - auf beiden Seiten. Es war buchstäblich packend.

Drei Minuten vor Schluss stand es 23:23! Am Ende war Aue der glückliche Sieger, weil Meinhardt zum 24:23 (59.) traf und Töpfer gegen Pulay 16 Sekunden vor Schluss eine Monster-Parade auspackte.

Kevin Roch machte danach den Deckel drauf! Bester Werfer: Meinhardt zehn, Pulay sechs.


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