Landet der HC Elbflorenz ausgerechnet im Derby den ersten Auswärtssieg?

Sie freuen sich aufs Derby: HCE-Torwart-Trainer Timo Meinl (M.) mit seinen Schützlingen HendrikHalfmann (l.) und Mario Huhnstock.
Sie freuen sich aufs Derby: HCE-Torwart-Trainer Timo Meinl (M.) mit seinen Schützlingen HendrikHalfmann (l.) und Mario Huhnstock.  © Lutz Hentschel

Dresden - Timo Meinl hat bei beiden Vereinen im Kasten gestanden - von 2008 bis 2013 beim EHV Aue, anschließend beim HC Elbflorenz.

"Der Aufstieg im Mai war der krönende Abschluss meiner Karriere", sagt der 39-Jährige, der in seiner langen Laufbahn zuvor unter anderem auch in Eisenach das Tor gehütet hatte.

TAG24 sprach mit Meinl, der in der Nähe von Aue wohnt, in Schwarzenberg in einem Steuerbüro arbeitet und als Torwart-Trainer des HCE seine Erfahrungen an seine Nachfolger beim Aufsteiger weitergibt.

TAG24: Was genau machen Sie als Torwart-Trainer?

Meinl: "Da gibt es zwei Bereiche. Ich schaue mir zu Hause Videos des nächsten Gegners an, gebe unserem Coach Christian Pöhler dann Tipps zu Stärken und Schwächen, mache Vorschläge, wie unsere Abwehr und die Torleute zusammen agieren können. Aber ich analysiere auch die Torhüter des Kontrahenten. Und zweimal die Woche arbeite ich in Dresden im Training mit unserem Duo Mario Huhnstock und Hendrik Halfmann beispielsweise an Reflexen und Koordination. Das alles macht Spaß, so bleibe ich weiter am Ball. Künftig soll ich auch im Jugendbereich tätig werden."

TAG24: Welche Mannschaft hat am Sonnabend auf der Torhüter-Position ein Plus?

Meinl: "Wir, der HC Elbflorenz. Wenn Mario und Hendrik im Verbund mit unserer Abwehr an die guten Leistungen in der zweiten Halbzeit gegen Rimpar anschließen."

TAG24: Welche Derbys sind Ihnen aus Ihrer Karriere besonders in Erinnerung geblieben?

Meinl: "Schlimm war das Derby Weihnachten 2006. Ich stand noch bei Eisenach im Kasten und wir haben daheim ganz deutlich gegen Aue verloren. Schön waren immer die Spiele zwischen Aue und Delitzsch."

Schnelle Reaktion ist gefordert,wenn im Training aus kurzer Distanzdie Tennisbälle fliegen.
Schnelle Reaktion ist gefordert,wenn im Training aus kurzer Distanzdie Tennisbälle fliegen.  © Lutz Hentschel

TAG24: Mit wem aus dem aktuellen EHV-Team haben Sie noch zusammen gespielt?

Meinl: "Mit Jan Faith, Kevin Roch, Janar Mägi, Marcel Schäfer und Eric Meinhardt, der sich im Februar schwer verletzt hatte und lange ausgefallen war."

TAG24: Was ist das Besondere am Derby EHV Aue gegen HC Elbflorenz?

Meinl: "Da spielt der Traditionsverein gegen den Aufsteiger, der eine neue Halle hat und finanziell gut dasteht. Ein Blick auf die Tabelle zeigt, wie brisant das Duell ist. Für Aue als Schlusslicht ist es fast schon die letzte Chance. Beide Mannschaften haben Verletzungsprobleme, das Spiel wird ganz sicher über den Kampf entschieden. Ich bin mir sicher, auch die Fans beider Seiten werden für eine hitzige Atmosphäre sorgen. Testpiele gab es schon einige gegeneinander, aber in der Liga ist das die Premiere."

TAG24: Der EHV hat zuletzt neun Niederlagen in Folge kassiert. Elbflorenz hat auswärts Probleme, aus sieben Partien erst einen Punkt geholt. Welche Serie endet jetzt?

Meinl: "Wir holen unseren ersten Auswärtssieg, die Zeit dafür ist reif."

TAG24: Haben Sie vorm ersten Advent noch weitere Wünsche?

Meinl: "Mein größter Wunsch ist, dass beide Vereine, Dresden und Aue, in der 2. Bundesliga bleiben. Das ist wichtig für Sachsen, für den Handball-Osten."

Timo Meinl im Kasten des EHV Aue. Das Foto zeigt ihn im Dezember 2009 im Heimspiel gegen Coburg.
Timo Meinl im Kasten des EHV Aue. Das Foto zeigt ihn im Dezember 2009 im Heimspiel gegen Coburg.  © Peter Zschage

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