Klassenerhalt und Aufstieg: HCE-Coach will am Ende doppelt feiern

Dresden - In seiner Zeit als Handballer war für Rico Göde klar, dass er nie Trainer wird. Jetzt ist er Coach beim HC Elbflorenz und sagt: "Ich will nichts anderes machen." Dabei hat sich der 37-Jährige sogar in doppelter Funktion zum Mann der Stunde gemausert.

Hoffentlich muss Rico Göde morgen beim Heimspiel gegen Hüttenberg nicht so dreinschauen
Hoffentlich muss Rico Göde morgen beim Heimspiel gegen Hüttenberg nicht so dreinschauen  © Lutz Hentschel

Vor einer Woche machte Göde mit dem Perspektivteam des HCE, quasi der 2. Mannschaft, vorzeitig die Meisterschaft in der Mitteldeutschen Oberliga perfekt.

Das 22:20 beim Derby in Pirna war der 21. Sieg im 25. Spiel bei zudem einem Remis und drei Niederlagen. "Ich habe mich gefreut für die Jungs, bin sehr stolz auf die Truppe. Dieses Ergebnis war zu Saisonbeginn nicht abzusehen. Wir hatten die Mannschaft verjüngt, aber sie hat mich mit ihrer Konstanz verblüfft", erzählt Göde begeistert.

Am Samstag um 19 Uhr empfängt das Perspektivteam am letzten Oberliga-Spieltag den Tabellen-Zweiten Plauen-Oberlosa. Göde sieht das als "gute Generalprobe" für die am 12. Mai beginnende Aufstiegs-Relegation. Die 3. Liga ist jetzt das große Ziel der "jungen Wilden".

Und genau da wird es kompliziert.

Mit dem 29:25 gegen den EHV Aue konnte Rico Göde (r.) vor acht Tagen seinen ersten Sieg als Chefcoach des Zweitligisten HC Elbflorenz feiern. Foto:
Mit dem 29:25 gegen den EHV Aue konnte Rico Göde (r.) vor acht Tagen seinen ersten Sieg als Chefcoach des Zweitligisten HC Elbflorenz feiern. Foto:  © DPA / Sebastian Kahnert

Denn selbst wenn der Aufstieg sportlich gelingt, ist die 3. Liga noch nicht perfekt. Voraussetzung ist, dass die 1. Mannschaft des HC Elbflorenz den Klassenerhalt in der 2. Bundesliga schafft.

Weil der extrem in Gefahr war, wurde am 11. April Christian Pöhler entlassen und an dessen Stelle sein bisheriger Assistent Rico Göde zum Chefcoach befördert.

Dem gelang es, den Teamspirit neu zu entfachen, Energie freizusetzen und der Mannschaft wieder Selbstvertrauen zu geben.

Das Ergebnis: Der HC Elbflorenz kletterte mit zwei Siegen aus drei Spielen aus der Abstiegszone auf Rang 15, den ersten Nichtabstiegsplatz.

"Wir sind noch lange nicht am Ziel. Entscheidend ist, dass wir am Saisonende über dem Strich stehen", powert Chefcoach Göde. Damit das gelingt, sollen am Sonntag (17 Uhr) in der BallsportARENA gegen den TV Hüttenberg die nächsten beiden Punkte eingefahren werden.

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