DHfK: Mit zwei Fehlern die Chance zur Wende versiebt

Die Enttäuschung über die Niederlage war groß: Hier Felix Storbeck.
Die Enttäuschung über die Niederlage war groß: Hier Felix Storbeck.

Von Henry Boss

Leipzig - Zum Feiern war Trainer Christian Prokop am 1. Advent nicht zumute. Die 25:27-Pleite seines SC DHfK Leipzig am Vorabend beim HBW Balingen-Weilstetten machte ihm zu schaffen.

Weil es eine Niederlage gegen eine Mannschaft war, die wie die DHfK um den Klassenverbleib kämpft. Und auch, weil diese Niederlage unnötig war.

Bis zum 3:4 (9.) hielt Leipzig dagegen, dann zog Balingen auf 11:5 (17.) davon. Gründe: Aus dem Rückraum kam zu wenig, die Torhüter Felix Storbeck und Milos Putera (gehandicapt durch eine schmerzhafte Rückenblockade und so nur wenige Minuten auf dem Parkett) sahen keinen Stich.

Zur Pause (11:18) stand erst ein gehaltener Ball (Storbeck) zu Buche, Gegenüber Peter Johannesson hatte da bereits sechs Geschosse entschärft.

Trainer Prokop ist unzufrieden mit der Leistung der Mannschaft, findet lediglich vereinzelt Lob.
Trainer Prokop ist unzufrieden mit der Leistung der Mannschaft, findet lediglich vereinzelt Lob.

Storbeck wurde nach Wiederanpfiff deutlich besser, aber Fehlwürfe, Strafzeiten und Ballverluste machten alle Mühen zunichte - 17:23 (47.). Doch dann legten die Gäste einen 5:0-Lauf hin, waren bis auf ein Tor ran - 22:23 (54.).

Plötzlich war alles wieder drin, doch die Wende gelang den Leipzigern nicht mehr.

"In der ersten Halbzeit waren wir richtig schlecht, der klare Rückstand verdient. Dann haben wir uns gewaltig gesteigert, hatten die Chance zur Wende und werfen die mit einem Abspiel- sowie einem taktischen Fehler weg", ärgerte sich Prokop über die fehlende Cleverness seines Teams.

Zudem monierte er das ängstliche Verhalten seiner Rückraum-Akteure: "Die Balinger sind da gnadenlos draufgegangen, meine Jungs haben zurückgezogen."

Enttäuschung bei den Spielern des DHfK.
Enttäuschung bei den Spielern des DHfK.

Allein die Torausbeute von Philipp Weber beweist das: Der (vermeintliche) Rückraum-Kanonier war mit acht Treffern zwar erfolgreichster Leipziger Werfer, sieben davon erzielte er aber vom Siebenmeterpunkt.

Zwei Akteure bekamen trotz der Enttäuschung ein Lob vom Trainer: "Felix hat nach der Pause richtig stark gehalten, Philipp Pöter hat geackert und gerackert, ist auch dahin gegangen, wo es wehtut. Beide waren es in allererster Linie, die unsere Aufholjagd möglich gemacht haben."

Pech für den Bundesliga-Aufsteiger: Maximilian Janke fällt mit einem Innenband-Anriss im Knie (Trainingsverletzung) bis zum Jahresende aus.

Fotos: Picture Point/Sven Sonntag (3)


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