Bienen bleiben der Spitzengruppe auf den Fersen

Jurgita Markeviciute (am Ball) im Kampf gegen die Abwehr des Gegners.
Jurgita Markeviciute (am Ball) im Kampf gegen die Abwehr des Gegners.

Großröhrsdorf - Die Bienen des HC Rödertal bleiben der Spitzengruppe der Liga auf den Fersen. Gegen Bundesliga-Absteiger DJK MJC Trier gelang ein letztlich klarer 27:20-Erfolg, schon der fünfte Sieg des HCR in der laufenden Saison.

Ausschlagegebend war eine deutliche Steigerung nach der Pause. Denn in den ersten 30 Minuten sahen die 529 Zuschauer eine völlig zerfahrene Partie mit vielen unerklärlichen Patzern, Missverständnissen und Fehlwürfen auf beiden Seiten. Not gegen Elend! Der Halbzeitstand von 9:9 gerecht, weil keine der beiden Mannschaften die (Angriffs-)Schwäche des Gegners ausnutzen konnte.

Nach Wiederanpfiff stachen die Bienen zu. Die Abwehr mit der starken Ann Rammer im Kasten ließ nichts anbrennen, vorn wurden mehr und mehr Nägel mit Köpfen gemacht. Vor allem Lisa-Marie Preis traf mit ihren Würfen endlich den Kasten, acht ihrer elf Tore erzielte sie im zweiten Durchgang.

„Da war das Timing besser als vor der Pause. Warum, weiß ich nicht. Wenn ich’s wüsste, wär’s nicht passiert“, meinte die Rückraumschützin: „So ist das eben. Wenn es läuft, dann läuft’s, wenn nicht, dann nicht.“

Lisa-Marie Preis und ihre Mitspielerinnen konnten am Ende den Sieg gegen Trier bejubeln.
Lisa-Marie Preis und ihre Mitspielerinnen konnten am Ende den Sieg gegen Trier bejubeln.

Im zweiten Abschnitt lief es bei den Bienen insgesamt deutlich besser. „Der erste war geprägt von Fehlern, danach ist der Knoten ab und zu geplatzt, resümierte Trainer Karsten Moos: „Aber wir haben gewonnen und endlich auch mal wieder deutlich.“

Zu Torhüterin Rammer, die mit elf zum Teil spektakulären Paraden glänzte, meinte er: „Ann hält seit Wochen konstant auf hohem Niveau, ist ein echter Rückhalt.“

Stark auch die Leistung von Egle Alesiunaite. Nach einer Wadenverletzung und drei Wochen quasi ohne Training nur für einen Kurzeinsatz vorgesehen, musste sie ab der 18. Minute ran, weil sich Isa-Sophia Rösike die linke Schulter ausgekugelt hatte. Alesiunaite war die lange Pause kaum anzumerken. Die Litauerin brachte Schwung ins Spiel der Bienen und steuerte zudem 4/1 Tore zum Sieg bei.

Eine Belohnung für die Mannschaft gab’s auch: Am Mittwoch ist trainingsfrei und die Mädels fahren geschlossen zum Frauen-Länderspiel Deutschland gegen Polen nach Leipzig.

Fotos: PR


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