So will Neukölln kriminelle Jugendlichen künftig in die Schranken weisen

Polizeibeamte durchsuchen in der U-Bahnstation Hermannstraße in Berlin eine verdächtige Person.
Polizeibeamte durchsuchen in der U-Bahnstation Hermannstraße in Berlin eine verdächtige Person.  © DPA

Berlin - Der Berliner Bezirk Neukölln will erneut strategisch gegen Kinder- und Jugendkriminalität vorgehen.

Eine Arbeitsgruppe aus Mitarbeitern von Bezirk, Polizei, Gericht und Staatsanwaltschaft stellte dazu ein neues Handlungskonzept vor, mit dem "Jugendlichen bereits frühzeitig der Weg in ein straffreies Leben gewiesen werden" soll, wie der Bezirk am Montag mitteilte.

Mit dem Konzept wollen die Akteure straffällige Jugendliche und deren Familien schneller erreichen - und auch die Anzahl von Mehrfach- und Intensivtäter reduzieren.

Derzeit sind laut dem Bezirk 45 junge Menschen in Neukölln registriert, die immer wieder durch kriminelle Handlungen auffallen. Zwar hat die Zahl im Vergleich zu den Vorjahren abgenommen; 2010 waren noch 149 junge sogenannte Intensiv- oder Schwellentäter registriert. Das Dunkelfeld sei in dem Bereich jedoch hoch.

Nach Schätzungen des Bezirks haben fünf bis zehn Prozent der straffälligen Jugendlichen eine problematische Entwicklung vor sich. In vielen Fällen seien abwesende Väter oder häusliche Gewalt ursächlich für straffälliges Verhalten.

Titelfoto: DPA


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