Merkel trifft Trump: Die große Liebe ist es noch nicht





Präsident Trump nahm die deutsche Kanzlerin vor dem Weißen Haus in 
Empfang.
Präsident Trump nahm die deutsche Kanzlerin vor dem Weißen Haus in Empfang.  © DPA

Washington - Von großen Erwartungen wird dieses Treffen begleitet. Zum ersten Mal begegnet die Kanzlerin dem US-Präsidenten - es geht um viel. Denn die deutsch-amerikanischen Beziehungen waren schon mal besser.

US-Präsident Donald Trump (70) hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (62, CDU) im Weißen Haus empfangen.

Nach Begrüßung und Händeschütteln war für die Kanzlerin die nächste Station der Fototermin im Oval Office.

Vor einem Gespräch unter vier Augen posierten Merkel und Trump vor dem Kamin im Amtszimmer des Präsidenten.

Der Gesamteindruck dieses Treffens war eher kühl: Ein sonst oft übliches, nochmaliges Händeschütteln gab es nicht - trotz lautstarker Aufforderungen der Fotografen, und auch die Kanzlerin fragte den Präsidenten leise.





Vier-Augen-Gespräch im Amtszimmer des US-Präsidenten: Trump (70) und Merkel (62). Die Atmosphäre des Treffens 
war eher kühl.
Vier-Augen-Gespräch im Amtszimmer des US-Präsidenten: Trump (70) und Merkel (62). Die Atmosphäre des Treffens war eher kühl.  © DPA

Trump reagierte nicht. „Sendet ein schönes Bild heim nach Deutschland“, sagte Trump. Der US-Präsident wirkte angespannt und ernst.

Nach einem Gespräch in größerer Runde mit Wirtschaftsvertretern gingen Trump und Merkel gemeinsam vor die Presse - mit deutlicher Verspätung.

Der US-Präsident lobte das produktive Gespräch - und mahnte verstärkte Zahlungen an die NATO an. Trump unterstrich einmal mehr: „Ein starkes Amerika, das können Sie mir glauben, ist im Interesse der ganzen Welt.“

Die Kanzlerin sprach von einem freundlichen Empfang und betonte mit Blick auf eine Abschottung der USA die Wichtigkeit „eines fairen Handels“.

Das Treffen fiel in eine schwierige Phase der deutsch-amerikanischen Beziehungen. Die bisher erkennbaren Umrisse einer neuen US-Außenpolitik werden in Europa mit großer Sorge gesehen.

Es wird befürchtet, dass Trump die USA aus vielen bisher gemeinsam getragenen Projekten zurückzieht.

Handshake geht anders:

Titelfoto: DPA


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