Gewerkschaft sieht junge Flüchtlinge als Chance

Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt will Flüchtlinge im Handwerk fördern.
Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt will Flüchtlinge im Handwerk fördern.

Von Dominik Brüggemann

Dresden - Flüchtlinge sollen möglichst schnell ein ordentliches Handwerk erlernen. Das fordert jetzt der Dresdner Bezirksverband der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU).

„Die Chancen sind enorm - für die, die zu uns kommen, aber auch für die Wirtschaft in Dresden“, sagt der Bezirksvorsitzende Jörg Borowski.

Allein im letzten Jahr seien nach Ablauf des Ausbildungsjahres 143 Lehrstellen unbesetzt geblieben. „Um hier einer Nachwuchskrise vorzubeugen, ist das Handwerk gut beraten, die Zuwanderer als Chance zu begreifen“, meint Borowski.

Eine Entlohnung unterhalb des Mindestlohnes, wie sie momentan diskutiert wird, sei eine unverschämte Interessenpolitik.

Laut Borowski trage die Politik jetzt die Verantwortung dafür, dass die Flüchtlinge schnell Deutsch lernten und im besten Fall eine Ausbildung beginnen. Das wäre eine große Hilfe für das Handwerk.

Foto: dpa/Carsten Rehder


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