Kleiner Junge (6) sitzt allein in KFC-Restaurant, bis die Polizei einen herzzerreißenden Zettel in seiner Tasche findet

Hangzhou (China) - Ein kleiner Junge (6) saß am Montag mutterseelenallein in einem Kentucky-Fried-Chicken-Restaurant im chinesischen Hangzhou. Beunruhigte Mitarbeiter alarmierten schließlich die Polizei - zu Recht, wie sich herausstellte.

Der Kleine (6), nachdem er von der Polizei untersucht wurde.
Der Kleine (6), nachdem er von der Polizei untersucht wurde.  © Screenshot/Asia Wire

Der Sechsjährige hatte zunächst einen Teil seiner Mahlzeit gegessen und war dann in dem Restaurant umher gelaufen, bis die Ordnungshüter eintrafen, berichtet aktuell "Mirror".

Der Beamte Yao Jianguo sagte: "Ich habe versucht, mit ihm zu sprechen, aber er sagte kein Wort. Er hat nur sein Essen gegessen und ist herum gerannt." Dann fanden die Beamten eine herzzerreißende Notiz in der Tasche des Jungen.

Der Polizist Yao berichtete, was genau auf dem Zettel stand. Demnach sei der Junge autistisch und seine Mutter (28) nicht mehr in der Lage gewesen, seine Behandlung zu finanzieren oder auch nur ihn allein zu erziehen.

"Sie hoffte, ein barmherziger Samariter würde ihn aufnehmen oder in ein Waisenhaus bringen", so Yao Jianguo. Stattdessen nahm ihn die Polizei mit aufs Revier und ermittelte mithilfe von Überwachungskameras, was geschehen war.

Die Beamten fanden schnell heraus, dass seine Mutter, die nur als Frau Ye bezeichnet wurde, ihr Kind bei dem KFC-Restaurant absetzte. Zwar versuchte sie ihr Gesicht mit einem Basecap zu verbergen, doch ihre Identität wurde trotzdem sehr schnell ermittelt.

Ungewisse Zukunft

Seine Mutter (28), Frau Ye, nach der Festnahme.
Seine Mutter (28), Frau Ye, nach der Festnahme.  © Screenshot/Asia Wire

Am Mittwoch wurde die 28-Jährige festgenommen und erklärte, warum sie so gehandelt hatte. Demnach hatte die junge Frau den autistischen Jungen allein aufgezogen, nachdem die Familie vom Vater des Kindes verlassen wurde, als dieses drei Jahre alt war.

Die Mutter des Kleinen habe in den letzten drei Jahren umgerechnet nur knapp 400 Euro im Monat verdient. Die Vollzeit-Betreuung ihres Sohnes hätte allerdings umgerechnet 257 Euro pro Monat gekostet.

Frau Ye erklärte den Beamten, dass sie so nicht mehr leben könne. Die Behörden beschlossen aus diesem Grund den Jungen einer städtischen Kinderwohlfahrtseinrichtung zu übergeben.

Seitdem haben mehrere Familien angeboten, die Lebenshaltungskosten des Kleinen zu decken. Seine Mutter bleibt nun allerdings erstmal in Gewahrsam -Die Ermittlungen gegen sie dauern an.

Ob Mutter und Sohn doch noch gemeinsam ein erfülltes Leben vor sich haben, ist derzeit offen.

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