Teenagerin wird von Freund verlassen, ihre Rache ist abartig

Southwick (Großbritannien) - Die erste große Liebe bleibt vielen ein Leben lang in Erinnerung. Nicht immer sind die Gedanken aber mit Glücksgefühlen verbunden. Die Britin Hannah Sandover wurde verlassen - und rächte sich dafür.

Hannah Sandover aus Southwick erhob schwere Vorwürfe gegen ihren Ex-Freund.
Hannah Sandover aus Southwick erhob schwere Vorwürfe gegen ihren Ex-Freund.

Die Teenagerin litt offenbar dermaßen unter ihrer Trennung, dass sie einen Racheplan schmiedete. Die schlimmen Auswirkungen, die dieser haben könnte, hatte sie im Vorfeld offenbar nicht bedacht.

Sandover erzählte einem Bekannten kurzerhand, dass ihr Ex-Freund während eines gemeinsamen Ausfluges zunächst eine ihrer Wasserflaschen manipuliert und sie anschließend auf der Rückbank eines Autos vergewaltigt haben soll.

Da sich der Bekannte der jungen Frau im Anschluss große Sorgen machte, ging er mit diesem Wissen direkt zur Polizei. Das vermeintliche Opfer bestätigte gegenüber den Polizisten ihre Geschichte.

Die Beamten reagierten aufgrund der schweren Vorwürfe umgehend und nahmen den Verdächtigen, der vor der Trennung knapp ein Jahr mit Sandover zusammen gewesen war, in Gewahrsam.

Eine stundenlange Befragung auf dem Revier folgte, während dieser der überrumpelte Jugendliche immer wieder seine Unschuld beteuerte und wohl gar nicht so richtig gewusst haben dürfte, wie ihm gerade geschieht.

Zur gleichen Zeit sollte Sandover in einem Krankenhaus untersucht werden. Dort begann sie jedoch, ihre Version der Vorgänge zu verändern und räumte schließlich zur Überraschung aller ein, dass sie gar nicht unter Drogen gesetzt worden sei.

Als ihre Familie weiter nachhakte, entpuppte sich die angebliche Vergewaltigung als einvernehmlicher Geschlechtsverkehr der beiden Teenager, die zu diesem Zeitpunkt noch ein Paar gewesen waren. Dies berichtet die britische Metro.

Wie Staatsanwalt Ryan Seneviratine mitteilte, hätte die 18-Jährige die Behauptungen einzig und allein aus dem Grund aufgestellt, dass ihr Ex-Freund nicht zu ihr zurückkehren wollte. Zudem habe die junge Frau großes Glück gehabt. Denn bei der Anklage habe man aufgrund ihres Alters und der nicht vorhandenen Vorstrafen ein milderes Maß angelegt als möglich gewesen sei.

Aufgrund der falschen Anschuldigungen, die Sandover erhoben hatte, wurde die Teenagerin zu einer Bewährungsstrafe von vier Monaten, 15 Stunden gemeinnütziger Arbeit sowie einer Zahlung von umgerechnet 225 Euro verurteilt. Zudem darf sie mit ihrem früheren Freund in den kommenden zwei Jahren keinerlei Kontakt aufnehmen.


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