Hannover 96 schmeißt Breitenreiter raus! Er ist der neue Coach

Hannover - Eine Niederlage zu viel! Der Trainer des Tabellenvorletzten Hannover 96, André Breitenreiter (45), wurde nach der 1:5-Klatsche bei Borussia Dortmund, von seinen Aufgaben entbunden. Auch Co-Trainer Volkan Bulut muss gehen.

Verabschiedete sich bereits auf dem Feld von seiner Mannschaft: Hannovers Ex-Coach André Breitenreiter (Zweiter von rechts).
Verabschiedete sich bereits auf dem Feld von seiner Mannschaft: Hannovers Ex-Coach André Breitenreiter (Zweiter von rechts).  © DPA

Diese Entscheidung gab der Verein auf der vereinseigenen Internetseite bekannt und begründete sie wie folgt: "Diese Entscheidung fällt uns und mir persönlich unheimlich schwer, weil die Zusammenarbeit zwischen André und mir die komplette Zeit über extrem eng und sehr vertrauensvoll gewesen ist. (...) Ihm und Volkan Bulut gilt unser großer Dank für die geleistete Arbeit und das gute Miteinander. Jeder weiß, dass André sich als Hannoveraner sehr mit dem Verein identifiziert. (...) Nun verbleiben noch 15 Ligaspiele, um die Klasse zu halten. Die Entwicklung zeigt, dass wir einen neuen Impuls setzen müssen, um die Wende schaffen zu können. Unser Ziel bleibt klar: Wir wollen auch nächstes Jahr in der 1. Liga spielen", wird Manager Horst Heldt zitiert.

Die Entlassung kommt wenig überraschend. Bereits vor einigen Tagen wurde Breitenreiter öffentlich angezählt (TAG24 berichtete).

Breitenreiter war seit dem 20.03.2017 Trainer von Hannover gewesen. Unter ihm stieg Hannover nur wenige Monate nach seinem Amtsantritt in die Bundesliga auf und schaffte in der vergangenen Spielzeit souverän den Klassenerhalt.

Doch in dieser Saison läuft es überhaupt nicht. Lediglich elf Punkte aus nun 19 Spielen bei einem erschütternden Torverhältnis von 18:41 sprechen eine deutliche Sprache: In dieser Verfassung ist 96 nicht Bundesliga-tauglich!

Wurde bei Hannover 96 als Trainer entlassen: André Breitenreiter.
Wurde bei Hannover 96 als Trainer entlassen: André Breitenreiter.  © DPA

Obwohl Breitenreiter in der Winterpause mehrfach klar machte, dass der Kader dringend Verstärkung benötige, wurde er von Manager Horst Heldt und Vereinsboss Martin Kindt nur bedingt erhört.

Mit Kevin Akpoguma (TSG 1899 Hoffenheim), Nicolai Müller (Eintracht Frankfurt) und Jonathas (Corinthians Sao Paulo) wurden drei Spieler ausgeliehen, die die Mannschaft zumindest teilweise verstärkt haben.

Um eine Erfolgsserie in der Bundesliga zu starten, reichte das jedoch bei der vorhandenen, unterdurchschnittlichen Qualität des Kaders jedoch vorerst nicht aus.

Der begrenzte finanzielle Spielraum bei Hannover scheint aber keine weiteren Neuzugänge zuzulassen, die die Mannschaft entscheidend verstärken würden.

Nachdem sein Team gegen Dortmund 60 Minuten lang gut mithielt, danach aber für einige Minuten auseinanderfiel, kam es wenig überraschend, dass Breitenreiter nun seinen Hut nehmen musste.

Die Verantwortlichen greifen dabei nach dem letzten Strohhalm. Denn der neue Coach muss ein echter Feuerwehrmann und Menschenfänger sein, um einzuschlagen.

Neuer Trainer von Hannover 96: Thomas Doll.
Neuer Trainer von Hannover 96: Thomas Doll.  © DPA

Es müsste ihm gelingen, den Schalter bei seiner Mannschaft sofort umzulegen, eine Serie zu starten und so überhaupt noch eine Chance zu haben, auf Relegationsplatz 16 zu springen oder sogar noch ein kleines Fußballwunder zu schaffen und den direkten Abstieg zu vermeiden.

Dass die Lage noch nicht aussichtslos ist, liegt vor allem an der Schwäche der Konkurrenz. Denn dank der ebenfalls schwachen Leistungen des VfB Stuttgart und vom FC Augsburg beträgt der Rückstand zum rettenden Ufer lediglich vier Punkte.

Update 19.15 Uhr

Mittlerweile hat Hannover mit Thomas Doll einen neuen Übungsleiter präsentiert, der seinen Assistenten Ralf Zumdick mitbringt. Doll erhält laut einer Meldung von 96 einen Vertrag bis zum 30. Juni 2020.

Host Heldt sagte zur Verpflichtung: "Thomas Doll hat bei all seinen bisherigen Stationen erfolgreiche Arbeit geleistet und immer wieder den Nachweis erbracht, dass er vorgegebene Ziele erreicht – sowohl im Kampf um den Klassenerhalt als auch um Titel und die Teilnahme am internationalen Geschäft. Auch während seiner Jahre in Ungarn hat er den deutschen Fußball immer eng verfolgt. Er kennt die Bundesliga in- und auswendig."

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