Wegen heftigem Schneechaos: Hannover gegen Leverkusen unterbrochen!

Hannover - Heftiges Schneechaos sorgt für eine mehrminütige Spielunterbrechung! Die Bundesliga-Partie zwischen Hannover 96 und Bayer 04 Leverkusen musste beim Stand von 2:0 für die Gäste nach 40. Minuten unterbrochen werden.

Der Ball wurde immer wieder von den Schneemassen ausbremst. Wirklicher Spielfluss war und ist nicht möglich.
Der Ball wurde immer wieder von den Schneemassen ausbremst. Wirklicher Spielfluss war und ist nicht möglich.  © DPA

Der Schneefall war so stark, dass Schiedsrichter Sören Storks nichts anderes übrig blieb, als die Mannschaften in die Kabinen zu bitten.

Anschließend waren mehrere Minuten lang die nicht sonderlich gut ausgestatteten und vorbereiteten Helfer auf dem Spielfeld mit Schaufeln aktiv, um den Platz von den Schneemassen zu befreien.

Denn die Linien waren kurz vor der Unterbrechung nicht mehr zu erkennen.

Erst nach mehreren Minuten bat der Schiri die Kicker wieder auf den Platz, um die letzten fünf Minuten des ersten Abschnitts plus elf Minuten Nachspielzeit absolvieren zu lassen.

Dabei wurde allerdings offensichtlich, dass ein geregeltes Fußballspiel nur noch bedingt möglich war, weil der Ball immer wieder vom Schnee ausgebremst wurde.

Eine solche Szene wird im Bundesliga-Rückblick der gesamten Saison zu sehen sein: Leverkusens Keeper Lukas Hradecky unterschätzte die Kugel, lief vor dem eigenen Sechzehner an ihr vorbei, sodass Hannovers Flügelflitzer Genki Haraguchi ans Leder kam und nur noch ins leere Tor einschieben musste.

Das wäre dem japanischen Nationalspieler unter normalen Bedingungen auch gelungen. Doch wenige Zentimeter vor der Torlinie stoppte der Schnee die rollende Kugel, weshalb Bayer-Innenverteidiger Jonathan Tah das Spielgerät problemlos aus der Gefahrenzone schlagen konnte (33.).

Viele Helfer befreiten den Platz in der Halbzeit zumindest teilweise vom Schnee.
Viele Helfer befreiten den Platz in der Halbzeit zumindest teilweise vom Schnee.  © DPA

Zuvor hatte Leverkusen die Begegnung wenig überraschend klar dominiert und lag deshalb verdient mit 2:0 gegen den Tabellenvorletzten vorne.

Nach einem öffnenden Pass von Charles Aranguiz auf die linke Seite war Leon Bailey frei, konnte auf Julian Brandt zurücklegen, dessen Schuss allerdings noch von H96-Torhüter Michael Esser pariert wurde - allerdings genau vor die Füße von Kevin Volland, der locker zum 1:0-Führungstreffer für die Werkself abstaubte (13. Minute).

Den zweiten Treffer leitete Volland selbst ein, ehe die Kugel über die Stationen Kai Havertz und Brandt wieder beim bulligen Stürmer landete, der frei vor Esser stand und diesen mit einem herrlichen Lupfer zum 2:0 überwand (28.).

Zwischenzeitlich mussten die anfangs weißen Bälle gegen knallorange Spielgeräte ausgetauscht werden, zudem wurde überlegt, ob Leverkusen die weißen Trikots ausziehen soll, um besser vom Schnee zu unterscheiden zu sein. Das wurde dann aber nicht in die Tat umgesetzt.

In der Halbzeitpause wurden die Linien dann vom Schnee befreit, sodass zumindest die Linien wieder zu erkennen waren. Dazu wurden auch die Sechzehner vom nun langsam nachlassenden Schnee befreit.

Leverkusen durfte einen hart erkämpften Sieg bejubeln.
Leverkusen durfte einen hart erkämpften Sieg bejubeln.  © DPA

Im zweiten Durchgang konnte dann bei nur noch leichtem Schneefall etwas besser Fußball gearbeitet werden.

Das nutzten überraschend die Gastgeber für sich aus und fanden unerwartet zurück ins Spiel.

Nach einer gut getimten Haraguchi-Flanke köpfte Sturmtank Jonathas zum 1:2-Anschlusstreffer ein (51.), dann sorgte eine weitere Slapstick-Aktion sogar noch für den Ausgleich: Einen Freistoß von Pirmin Schwegler wuchtete der eingewechselte Sturmbulle Hendrik Weydandt auf das Bayer-Tor. Hradecky konnte das Leder zwar noch abwehren, allerdings nur an den Oberschenkel von Mitspieler Mitchell Weiser, von wo aus der Ball unglücklich ins Tor zum 2:2 sprang (73.).

Doch Leverkusen zeigte Moral: Ein Doppelpass von Havertz und Brandt führte zum 3:2 für Bayer. Der Jung-Nationalspieler bediente Brandt auf dem Flügel, dessen Flanke köpfte Havertz dann wuchtig ins Netz (87.) .

In der Nachspielzeit wurde dann noch ein Tor von Karim Bellarabi aberkannt, weil der gebürtige Berliner klar im Abseits gestanden hatte. Kurz darauf war dieses spektakuläre Fußballspiel beendet.

Die Helfer von Hannover 96 sind immer wieder im Einsatz, können dem starken Schneefall aber nur wenig entgegensetzen.
Die Helfer von Hannover 96 sind immer wieder im Einsatz, können dem starken Schneefall aber nur wenig entgegensetzen.  © DPA

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