Warten auf Neuzugänge: Hannover 96 vor Trainingsstart unter Zugzwang!

Hannover - Wo bleiben die Neuzugänge bei Hannover 96? Noch warten die Fans vergeblich auf die erste externe Verstärkung. Doch die Zeit drängt. Denn die Niedersachsen starten bereits in vier Tagen in die Vorbereitung auf die Zweitliga-Saison.

Von links: Der neue 96-Sportdirektor Jan Schlaudraff, Präsident Martin Kind und Trainer Mirko Slomka haben noch viel Arbeit vor der Brust.
Von links: Der neue 96-Sportdirektor Jan Schlaudraff, Präsident Martin Kind und Trainer Mirko Slomka haben noch viel Arbeit vor der Brust.  © DPA

Bislang stehen als Zugänge lediglich der defensive Mittelfeldspieler Niklas Tarnat (Sohn von Ex-Bayern-Profi Michael) aus der eigenen zweiten Mannschaft, dazu der torgefährliche Linksaußen Justin Neiß aus der U19 und Rechtsverteidiger Fabian Senninger fest, der von seiner Leihe vom SV Meppen zurückkomt, was auch für Keeper Philipp Tschauner nach seinem Gastspiel beim FC Ingolstadt 04 gilt.

Dazu hat Offensivmann Edgar Prib nach zwei Kreuzbandrissen und vier Einsätzen zu Saisonende seinen Vertrag bis zum 30. Juni 2021 verlängert.

Das war es dann aber auch schon. Hannovers Präsident Martin Kind sagte vor einigen Wochen: "Wir wollen 80 bis 90 Prozent der Mannschaft, wenn möglich, zum Trainingsbeginn auch hier haben."

Davon ist 96 momentan weit entfernt. Der neue Sportdirektor Jan Schlaudraff und der neue Trainer Mirko Slomka sollen laut "Sportbuzzer" eine Liste mit über 50 potenziellen Neuzugängen gehabt haben, die nach verschiedenen Kriterien abgearbeitet wurde und noch wird.

Bislang gab es bei den Verhandlungen offensichtlich noch keinen Durchbruch. Deshalb hinkt Hannover den Konkurrenten um den Aufstieg in die 1. Bundesliga weit hinterher.

Schwerwiegende sportliche Abgänge bei Hannover 96

Niclas Füllkrug ist einer von bislang 14 feststehenden Abgängen von Hannover 96.
Niclas Füllkrug ist einer von bislang 14 feststehenden Abgängen von Hannover 96.  © DPA

Schließlich haben die Niedersachsen bereits mehrere sportlich schwerwiegende Abgänge zu verkraften. Ihlas Bebou zog es für 8,5 Millionen Euro Ablösesumme zur TSG 1899 Hoffenheim, Niclas Füllkrug wechselt für 6,5 Millionen Euro zum SV Werder Bremen und Eigengewächs Mike Bähre geht fest für 150.000 Euro zum FC Barnsley.

Dazu haben auch noch Pirmin Schwegler (Western Sydney Wanderers), Oliver Sorg (1. FC Nürnberg), Manuel Schmiedebach (1. FC Union Berlin), Uffe Bech und Felipe (beide Ziel unbekannt) den Verein ablösefrei verlassen. Auch der Vertrag von Kapitän Marvin Bakalorz läuft am 30. Juni aus.

Außerdem enden die Leihen von Kevin Akpoguma (Hoffenheim), Kevin Wimmer (Stoke City), Nicolai Müller (Eintracht Frankfurt), Bobby Shou Wood (Hamburger SV) und Takuma Asano (FC Arsenal London).

Darüber hinaus werden Stützen wie Waldemar Anton umworben, die aber gehalten werden sollen.

Spieler wie Walace, Genki Haraguchi, Matthias Ostrzolek, Miiko Albornoz, Jonnathas, Iver Fossum und Josip Elez wird Hannover momentan aus Mangel an Interessenten nicht los.

Vermutlich spielen die Verantwortlichen auch auf Zeit, um im richtigen Moment zuzuschlagen, wenn sich eine günstige und qualitativ sichere Möglichkeit ergibt. Doch langsam wird es eng. Dabei wäre es für alle Beteiligten wichtig, frühzeitige Planungssicherheit zu haben und die Mannschaft zu einer Einheit zu formen.

Hannovers Präsident Martin Kind (l.) hat seinem neuen Trainer Mirko Slomka bisher noch nicht einen externen Neuzugang gekauft.
Hannovers Präsident Martin Kind (l.) hat seinem neuen Trainer Mirko Slomka bisher noch nicht einen externen Neuzugang gekauft.  © DPA

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