Verbot von Feuerwerken an Silvester in Städten nimmt zu

Bremen/Hannover - In eineinhalb Wochen ist das Jahr 2018 Geschichte. Bekanntlich wird der Jahreswechsel mit ordentlich Knallerei vollzogen. Doch einige Städte setzen auf ein Verbot in der Innenstadt.

Die Polizei richtet in mehreren deutschen Städten in der Innenstadt eine Verbotszone für das Zünden von Feuerwerk ein.
Die Polizei richtet in mehreren deutschen Städten in der Innenstadt eine Verbotszone für das Zünden von Feuerwerk ein.  © DPA

Der Verband der pyrotechnischen Industrie (VPI) hat diese Maßnahmen stark kritisiert. Damit würden die falschen Adressaten getroffen, sagte Verbandsgeschäftsführer Klaus Gotzen.

"Man trifft nicht nur die, die über das Ziel hinausschießen, sondern auch alle, die friedlich feiern wollen."

Hannover hatte in diesem Jahr erstmals angekündigt, die Böllerei nicht mehr zu erlauben. In Göttingen, Düsseldorf, Tübingen, Celle oder Wolfenbüttel gibt es das Verbot in den Altstädten schon seit Jahren.

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Mord Frau schneidet ihrem Ehemann den Penis ab und brät ihn in Sojaöl

In der niedersächsischen Landeshauptstadt will die Polizei mit strikten Kontrollen das erstmals geplante Feuerwerksverbot in der Innenstadt überprüfen.

"Wunderkerzen und Knallerbsen können mitgebracht werden, dann ist Schluss", sagte der Ordnungsdezernent der Landeshauptstadt Hannover, Axel von der Ohe.

In Hannover ist die Böllerei in der Innenstadt im letzten Jahr ausgeartet.
In Hannover ist die Böllerei in der Innenstadt im letzten Jahr ausgeartet.  © DPA

Sollten Feiernde sich nicht an die Regeln halten, würden sofort Platzverweise ausgesprochen, sagte die Leiterin der Polizeiinspektion Hannover Mitte, Gwendolin von der Osten. "Feuerwerkskörper werden sofort eingezogen und vernichtet."

Extra dafür will die Polizei in der Innenstadt einen Container mit Wasser aufstellen. Erlaubt ist in der Verbotszone nur Feuerwerk, das kindertauglich ist.

Die Polizei Hannover will mit dem Verbot auch Randalierer von außerhalb abschrecken, die eigens zum Böllern anreisen. Im vergangenen Jahr hatten sich nach Beobachtungen des Ordnungsdezernenten vermehrt Gruppen mit Feuerwerkskörpern gegenseitig beschossen. Acht Menschen mussten mit teils schweren Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert werden, darunter auch Kinder.

Derartige Vorfälle sollen in diesem Jahr mit dem Verbot verhindert werden. "Das ist ein Testlauf, dessen Erfahrungen wir auswerten werden. Aber ich bin mir sehr sicher, dass er sich bewähren wird", sagte Axel von der Ohe.

Im vergangenen Jahr seien mehr als 200 Polizeikräfte im Einsatz gewesen. Dieses Jahr sollen es etwa genauso viel sein. Auch in Bremen, wo Comet Feuerwerk am Donnerstag die Neuheiten dieser Saison vorstellen wollte, darf auf dem Marktplatz an Silvester nichts abgebrannt werden.

Der Verkaufsstart für Silvesterfeuerwerk ist am 28. Dezember. Beliebt bei den Deutschen sind nach Angaben des Verbandes der pyrotechnischen Industrie seit Jahren zunehmend Batterien und Verbundfeuerwerke.

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