In dieser deutschen Stadt gibt es nun geschlechtergerechte Sprache

Hannover - Seit Jahresbeginn gibt es offiziell ein drittes Geschlecht. Um der Gendergerechtigkeit willen soll in einer deutschen Landeshauptstadt künftig auch die Sprache entsprechend angepasst werden.

Die Rathaus-Mitarbeiter in Hannover müssen sich an die neue Regelung gewöhnen.
Die Rathaus-Mitarbeiter in Hannover müssen sich an die neue Regelung gewöhnen.  © DPA

In Hannover soll künftig der städtische Schriftverkehr geschlechterneutral formuliert werden.

Das schließt Flyer, Formulare, Briefe, Broschüren und sogar Rechtstexte ein, wurde dem Spiegel auf Anfrage bestätigt. Die neue Regelung gelte für sämtliche circa 11.000 Beschäftigten der Stadt.

Vielfalt sei eine Stärke Hannovers, das soll sich auch in der Sprache widerspiegeln. Idee davon sei es, "alle Menschen unabhängig von ihrem Geschlecht anzusprechen", sagte Stefan Schostock (SPD, 55), Oberbürgermeister der Stadt, zu Welt.de.

Konkret bedeutet dies, dass Lehrer zu Lehrenden, Wähler zu Wählenden, oder Teilnehmer zu Personen werden. Dieser Beschluss soll der Gesetzgebung entsprechen, die das dritte Geschlecht im Personenstandsregister verankert hat.

Bei Formulierungen, wo dies nicht möglich sei, sollen Gender-Sternchen zum Einsatz kommen.

"Sprache ist in Bewegung", kommentierte eine Sprecherin der Landeshauptstadt diese Neuerung.

Seit Beginn des Jahres wird das dritte Geschlecht im Personenstandsregister geführt.
Seit Beginn des Jahres wird das dritte Geschlecht im Personenstandsregister geführt.  © DPA

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