Geldnot und Ärztemangel setzt Krankenhäusern schwer zu

Hannover – Während die seit Jahren beklagte Finanznot an Niedersachsens Krankenhäusern anhält, macht den Kliniken zunehmend auch der Fachkräftemangel zu schaffen.

Laut der Krankenhäuser ist es immer schwieriger, Ärzte zu finden. (Symbolbild)
Laut der Krankenhäuser ist es immer schwieriger, Ärzte zu finden. (Symbolbild)  © 123RF

Nur noch ein Drittel der landesweit 174 Klinken wird nach einer Befragung der Krankenhausgesellschaft 2018 mit einem positiven Jahresabschluss beenden, ähnlich viel Häuser rechnen mit einem ausgeglichenen und rund 35 Prozent mit einem negativen Ergebnis.

Angesichts dieser Prognose brauchten die Kliniken mehr Unterstützung, sagte der Direktor der Krankenhausgesellschaft, Helge Engelke, am Mittwoch.

"Die Betriebskosten und die Investitionskosten müssen endlich ausreichend gedeckt werden können", fordert Engelke. Die notwendigen Mittel für eine faire Finanzierung der Krankenhäuser seien sowohl bei den Krankenkassen als auch beim Land vorhanden.

Die Überschüsse der Krankenkassen befänden sich auf einem Höchststand und auch das Land verfüge aufgrund von hohen Steuereinnahmen über die notwendigen Mittel. "Das Sparen auf dem Rücken der in den Krankenhäusern beschäftigten Menschen muss beendet werden."

Fast alle Krankenhäuser gaben bei der Befragung an, dass es schwierig ist, offene Arztstellen zu besetzen. Auch für den Pflegedienst meldeten 93,7 Prozent der Krankenhäuser entsprechende Probleme.

Nur ein Drittel der Kliniken kann eine positive Jahresbilanz verzeichnen. (Symbolbild)
Nur ein Drittel der Kliniken kann eine positive Jahresbilanz verzeichnen. (Symbolbild)  © 123RF

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