Kriminologe entsetzt über Zustände bei Polizei und Justiz in Sachsen

Der Kriminologe Christian Pfeiffer kritisiert das Vorgehen der Polizei und Justiz in Sachsen.
Der Kriminologe Christian Pfeiffer kritisiert das Vorgehen der Polizei und Justiz in Sachsen.  © Imago

Hannover - Nach dem Suizid des syrischen Terrorverdächtigen Dschaber al-Bakr in einer Gefängniszelle (Tag24 berichtete) hat sich der Kriminologe Christian Pfeiffer aus Niedersachsen "entsetzt" über die Zustände bei Polizei und Justiz in Sachsen geäußert. 

"Eigentlich wollte er einen Heldentod sterben. So einer ist hochgradig selbstmordgefährdet", sagte Pfeiffer der in Hannover erscheinenden "Neuen Presse". 

Diese Gefährdung hätte klar erkannt werden müssen. 

Der junge Mann sei in seinem Vorhaben "erbärmlich gescheitert", sagte Pfeiffer. Deshalb habe er sich als Versager gefühlt, der ohnehin entschlossen gewesen sei, zu sterben.

Al-Bakr hätte in einer Zweierzelle mit einem anderen Untersuchungshäftling untergebracht oder ihn seiner Zelle lückenlos überwacht werden müssen, erklärte Pfeiffer.


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