Auch sächsisches Werk betroffen: Continental beschließt Aus für Hydraulik-Geschäft

Hannover/Limbach-Oberfrohna - Der Autozulieferer Continental wird sich definitiv aus dem Geschäft mit Hydraulik-Technik für Verbrennungsmotoren zurückziehen.

Vom Aus des Hydraulik-Geschäfts ist auch das Werk in Limbach-Oberfrohna betroffen, wo dazugehörige Teile hergestellt werden.
Vom Aus des Hydraulik-Geschäfts ist auch das Werk in Limbach-Oberfrohna betroffen, wo dazugehörige Teile hergestellt werden.  © Kristin Schmidt

Entsprechende Pläne des Vorstands bestätigte der Aufsichtsrat des Dax-Konzerns am Mittwoch bei einer Sitzung in Hannover. Die Fertigung hydraulischer Komponenten für Benzin- und Dieselantriebe solle "in den kommenden Jahren" auslaufen, erklärte das Unternehmen.

"Hintergrund ist der durch verschärfte Abgasgesetze beschleunigte, disruptive Umstieg der Autoindustrie auf Elektromobilität", hieß es. Die Hydraulik-Nachfrage sei eingebrochen.

Bisher stellt Continental zugehörige Teile wie Hochdruckpumpen oder Einspritzdüsen etwa im bayerischen Roding, im sächsischen Limbach-Oberfrohna sowie in den USA (Newport News) und in Italien (Pisa) her.

Der Konzern setzt angesichts des Umbruchs der Autobranche künftig vor allem auf Elektronik, Sensorik und Technologien zum automatisierten Fahren.

Auch die Reifensparte und das Geschäft mit Endkunden bleiben Schwerpunkte. Vor der Sitzung der Kontrolleure hatten Hunderte Conti-Mitarbeiter aus ganz Deutschland an der Konzernzentrale gegen die geplanten Stellenstreichungen protestiert.

Titelfoto: Kristin Schmidt

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