Nach tödlicher Fahrt durch Fußgängerzone: 18-Jähriger im Mordprozess angeklagt

Hannover – Zum Auftakt des Mordprozesses gegen einen 18 Jahre alten Raser hat das Landgericht Hannover die Öffentlichkeit ausgeschlossen.

Ein 82-Jähriger starb, als ein Auto mit überhöhter Geschwindigkeit durch die Fußgängerzone fuhr.
Ein 82-Jähriger starb, als ein Auto mit überhöhter Geschwindigkeit durch die Fußgängerzone fuhr.  © Polizei Hannover

Der junge Mann habe eine Persönlichkeitsstörung im emotional-sozialen Bereich mit depressivem und suizidalem Verhalten, sagte der Vorsitzende Richter der Jugendkammer am Donnerstag.

Es sei zu befürchten, dass sich sein Zustand massiv verschlechtert, sollten Zuhörer den Prozess verfolgen. Die Medien dürfen damit auf Antrag der Verteidigung, die ein psychiatrisches Gutachten vorgelegt hat, während der gesamten Hauptverhandlung nicht in den Gerichtssaal.

Der 18-Jährige soll Ende Juni einen 82 Jahre alten Fußgänger mit einem gestohlenen Sportwagen auf der Flucht vor der Polizei überfahren haben (TAG24 berichtete). Die Tat geschah am frühen Morgen in der Fußgängerzone von Hannover in der Nähe des Hauptbahnhofes.

Dem Angeklagten werden Mord aus niedrigen Beweggründen, Straßenverkehrsgefährdung, Diebstahl, Fahren ohne Führerschein und Fahrerflucht vorgeworfen.

Die Gerichtsverhandlung findet unter Ausschluss der Medien statt.
Die Gerichtsverhandlung findet unter Ausschluss der Medien statt.  © DPA

Titelfoto: DPA

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