Mord-Vorwurf: Haftbefehl nach tödlicher Autofahrt in Fußgängerzone

Hannover - Nach einer tödlichen Autofahrt in der Fußgängerzone in Hannover kommt der 18-jährige Fahrer auf Antrag der Staatsanwaltschaft in Untersuchungshaft.

Ein 82-Jähriger starb, als ein Auto mit überhöhter Geschwindigkeit durch die Fußgängerzone fuhr.
Ein 82-Jähriger starb, als ein Auto mit überhöhter Geschwindigkeit durch die Fußgängerzone fuhr.  © DPA / Peter Steffen

"Der Haftbefehl ist wegen des Vorwurfs des Mordes ergangen", sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Hannover, Thomas Klinge.

Hinzu kämen auch Vorwürfe wie Gefährdung des Straßenverkehrs, Verkehrsunfallflucht und gefährliche Körperverletzung.

Die Polizei hatte zunächst wegen fahrlässiger Tötung und unerlaubten Entfernens vom Unfallort ermittelt.

Der 18-jährige Deutsche soll am Sonntag auf der Flucht vor der Polizei einen Fußgänger mit hoher Geschwindigkeit angefahren und tödlich verletzt haben.

Das 82 Jahre alte Opfer starb demnach noch an der Unfallstelle (TAG24 berichtete). Der Autofahrer raste davon und rammte mit dem Wagen noch einen Ampelmast. Von dort aus flohen der Fahrer und seine Beifahrerin zu Fuß weiter.

Die Polizei konnte die 17 Jahre alte Beifahrerin schnell fassen. Der 18-Jährige stellte sich später selbst der Polizei. Die Ermittler hatten den Mann daraufhin am Montagvormittag vernommen.

Das Auto war nach Angaben der Polizei gestohlen. "Die Ermittlungen zu dem Fahrzeug selbst stehen noch ganz am Anfang", sagte die Polizeisprecherin am Morgen. Die 17-Jährige konnte die Polizeiwache am Sonntag wieder verlassen. Die Ermittler hatten sie zuvor als Zeugin befragt.


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0