Der "Bergdoktor" legt sich mit der AfD an

Augsburg - Wenn Hans Sigl (48) im ZDF als "Der Bergdoktor" auftaucht, schalten so viele Zuschauer ein wie früher höchstens bei "Wetten, dass..?".

Für seine politischen Ansichten nimmt es Hans Sigl (48) in Kauf, bei einigen "Bergdoktor"-Fans anzuecken.
Für seine politischen Ansichten nimmt es Hans Sigl (48) in Kauf, bei einigen "Bergdoktor"-Fans anzuecken.  © DPA

Trotzdem scheut sich der Österreicher nicht davor, Populisten den Kampf anzusagen.

"Schon zu meiner Schulzeit als Klassensprecher und stellvertretender Schulsprecher war es mir wichtig, ein politisches Statement zu setzen", sagt Hans Sigl in der "Augsburger Allgemeine".

Für ihn bedeute das, populistischen Parteien wie AfD und FPÖ bei jeder Gelegenheit Paroli zu bieten: "Leider sehe ich, dass in den Medien in Deutschland sowie in Österreich die gleichen Fehler gemacht werden.

In den Talkshows werden deren Argumente oft nicht hinterfragt, entweder weil die Sendezeit zu kurz ist, oder der Mut zum Widerspruch fehlt." Bei ihm stoßen die Argumente auf taube Ohren: "Manchmal habe ich das Gefühl, es klingt alles wie schlechte Werbeslogans: schnell, einfach, radikal, aber nicht haltbar."

Wenn es nach Hans Sigl ginge, könnte auch die heile "Bergdoktor"-Welt mehr Streit vertragen. "Ich würde mir wünschen, dass sich mehr Kollegen politisch äußern. Aber vielleicht ist es bei österreichischen Schauspielern wie mir, durch die politischen Umstände in meinem Heimatland notwendiger, klar Position gegen Rechts zu beziehen."

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