Liedermacher Hans Söllner will Oberbürgermeister werden

Bad Reichenhall - Linkextremist und Musiker Hans Söllner (63) will 2020 Oberbürgermeister für seine Heimatstadt Bad Reichenhall werden.

Ob er nun andere Saiten aufzieht? Der ewige Politik-Kritiker und Liedermacher, Hans Söllner, will nun Oberbürgermeister werden.
Ob er nun andere Saiten aufzieht? Der ewige Politik-Kritiker und Liedermacher, Hans Söllner, will nun Oberbürgermeister werden.  © imago images / Roland Mühlanger

Der für seine politik- und gesellschaftskritischen Texte bekannte Musiker will nun also selbst in die Politik gehen, wie die "Passauer Neue Presse" berichtet.

Noch wenige Tage zuvor hatte er in einem Facebook-Beitrag davon gesprochen, dass Deutschland nicht mehr in einer Demokratie, sondern in einer Demokratur lebe.

Dennoch vertraut er auf die Wählerstimmen. Er wolle nicht nur von außen schimpfen, sondern sich den Politikbetrieb von innen anschauen. Um in der oberbayerischen 17.000 Einwohner-Stadt antreten zu können, müsse er zunächst 180 Unterstützer finden, sagte er der Zeitung.

Seine politischen Ambitionen hatten den Liedermacher über Jahrzehnte bekannt und berüchtigt gemacht. In seinen Songs schießt er regelmäßig gegen Politik oder einzelne Politiker, macht bei seinen Fans Stimmung gegen Staat und Polizei. Jedoch thematisiert er auch soziale Gerechtigkeit, die menschenverachtenden Umstände in anderen Ländern und welche manipulativen Freiheiten der (Werbe-)Industrie ermöglicht werden.

Jetzt will der 63-Jährige, der keinerlei Vorerfahrung über das politische Tagesgeschäft innerhalb einer Gemeinde besitzt, zum Rathaus-Chef werden. Am 10. Dezember finde eine Aufstellungsversammlung der "Freunde von Hans Söllner" statt, sagte auch ein Sprecher seines Musikverlages.

Der bekennende Impfgegner ist dem Bericht nach selbst gespannt, ob sich Leute trauen, ihn im Wahlkampf zu unterstützen. Sicher sei er sich da nicht. "Wenn es nicht geht, dann geht es halt nicht." Stadtrat wolle er nicht werden, ausschließlich Oberbürgermeister, um "mit der Verwaltung und mit den Bürgern die Probleme zu meistern".

Titelfoto: imago images / Roland Mühlanger

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