Hart umkämpfter Ostkracher: Hansa mit Punkt der Moral gegen Halle!

Rostock - Punkt der Moral! Der FC Hansa Rostock hat sich beim 1:1 (0:1) gegen den Halleschen FC mit einem Zähler für eine starke kämpferische Leistung belohnt.

Hansa-Coach Jens Härtel musste sich mit einem Remis begnügen.
Hansa-Coach Jens Härtel musste sich mit einem Remis begnügen.  © DPA

Die Tore im Ostseestadion erzielten Moritz Heyer zum 1:0 für den HFC (6. Minute), ehe Mirnes Pepic zum 1:1 für Hansa ausglich (85.).

Rostocks Trainer Jens Härtel tauschte seine Startelf nach dem 1:0-Erfolg beim SC Preußen Münster auf drei Positionen aus: Nico Rieble, Tanju Öztürk und Pepic ersetzten Guillaume Cros (Bank), Kai Bülow (nicht im Kader) und Pascal Breier (Oberschenkelprobleme).

Auch Halles Coach Torsten Ziegner nahm im Vergleich zur überraschenden 2:3-Heimniederlage gegen den FC Energie Cottbus zwei Veränderungen vor: Sebastian Mai und Björn Jopek rückten für Tobias Schilk und Braydon Manu (beide Bank) in die Anfangsformation.

Die zwei Teams versteckten sich nicht und hatten bereits zu Spielbeginn erste Gelegenheiten.

Halle war dabei konsequenter und ging früh in Führung: Eine Ecke verlängerte Stürmer Mathias Fetsch, Innenverteidiger Heyer schaltete in der Mitte am schnellsten und drückte den Ball über die Linie - 1:0 für den Aufstiegsaspiranten (6.)!

Die Stimmung in Rostock war allerdings nicht nur deshalb gedämpft: Beide Fangruppen schwiegen aus Protest gegen die Montagsspiele in der 3. Liga.

Sieben Minuten später wurde es allerdings laut: Rostocks Torjäger Cebio Soukou spritzte in eine verunglückte Rettungsaktion von Niklas Landgraf und lupfte das Leder geschickt über HFC-Keeper Kai Eisele, traf jedoch nur die Latte!

HFC-Stürmer Mathias Fetsch (l.) wird von Hansa-Verteidiger Julian Rieble bedrängt.
HFC-Stürmer Mathias Fetsch (l.) wird von Hansa-Verteidiger Julian Rieble bedrängt.  © Imago

Kurze Zeit später hatte Hansa Pech, dass Schiedsrichter Markus Schmidt nach einem Einsteigen von Halles Marvin Ajani gegen Rostocks Merveille Biankadi keinen Elfmeter gab (15.).

Auch im Anschluss entwickelte sich eine interessante, gutklassige Begegnung, in der der HFC das spielbestimmende Team war und noch mehrfach an FCH-Torwart Ioannis Gelios scheiterte.

Auf der anderen Seite musste Eisele nur selten eingreifen, weil Halle es schaffte, die Gastgeber bis auf seltene Ausnahmen vom eigenen Tor fernzuhalten. Deshalb ging die knappe Halbzeitführung für die Gäste in Ordnung.

Die Hansa-Anhänger quittierten den Auftritt ihrer Elf zur Pause mit Pfiffen.

Und auch im zweiten Durchgang wurde der Auftritt ihrer Mannschaft nicht besser. Im Gegenteil. Hansa agierte viel zu umständlich und fand in der starken HFC-Deckung keine Lücken. So gab es in der zweiten Hälfte lange Zeit nicht eine einzige erwähnenswerte Torchance!

Erst in der Schlussphase, als bei Halle die Kräfte nach der zehrenden Englischen Woche erkennbar nachließen, kam Hansa mehrfach gefährlich vor das HFC-Tor. Und als Pepic einfach mal aus 20 Metern abzog, schlug die Kugel per Aufsetzer in der rechten unteren Ecke ein - 1:1 (85.)!

Anschließend spielten beide Mannschaften auf Sieg, konnten sich aber keine weitere Möglichkeit mehr herausspielen, weshalb es bei dem insgesamt gerechten Remis blieb. Halle empfängt nach der Länderspielpause am 23. März (14 Uhr) zum Gipfeltreffen den punktgleichen Tabellendritten SV Wehen Wiesbaden, während Hansa zeitgleich beim Zweiten Karlsruher SC antritt.

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