Kehrt dieses deutsche Mega-Talent in die Bundesliga zurück?

Kopenhagen - Er wäre eine Bereicherung für die Bundesliga! Vor drei Jahren verließ Hany Mukhtar (23) Hertha BSC und die deutsche Eliteklasse. Nun könnte der offensive Mittelfeldspieler zurückkehren.

Wurde von Hertha BSC aufgrund seines Riesen-Talents früh in der 1. Bundesliga eingesetzt: Hany Mukhtar (l.), hier im Duell mit dem damaligen BVB-Kicker Nuri Sahin.
Wurde von Hertha BSC aufgrund seines Riesen-Talents früh in der 1. Bundesliga eingesetzt: Hany Mukhtar (l.), hier im Duell mit dem damaligen BVB-Kicker Nuri Sahin.  © DPA

Denn wie die belgische Zeitung deutschen Trainer Alexander Zorniger traf Mukhtar 25 Mal selbst und bereitete weitere 31 Treffer direkt vor.

Doch nicht nur diese Quote macht den gebürtigen Berliner, dessen Vater aus dem Sudan stammt, zu einem europaweit begehrten Spieler, an dem auch die belgischen Top-Clubs RSC Anderlecht und Standard Lüttich großes Interesse haben sollen.

Mukhtar ist einer, für den die Fans reihenweise ins Stadion gehen. Bei Bröndby leitet er nahezu jeden Angriff mit ein, ist ein feiner Techniker mit einer herausragenden Spielübersicht, für den die Mannschaft immer im Vordergrund steht.

Außerdem ist er dribbelstark und setzt seine Fähigkeiten nie nur ein, um den Gegner zu demütigen oder selbst besonders zu glänzen, sondern um die beste Lösung in der jeweiligen Situation für sein Team zu finden.

Führte die deutsche U19-Nationalmannschaft zum Europameistertitel 2014: Hany Mukhtar (l.).
Führte die deutsche U19-Nationalmannschaft zum Europameistertitel 2014: Hany Mukhtar (l.).  © DPA

Denn der Spielgestalter gilt auch außerhalb des Platzes als extrem bodenständig. Als er noch bei Hertha spielte, schaute er sich regelmäßig die Partien der Jugendmannschaften an und identifizierte sich vollständig mit dem Verein.

Da er das auch bei Bröndby macht, ist er ein absoluter Publikumsliebling. Eventuell ist er auch deshalb mindestens ein Jahr zu lange dort geblieben. Denn seine Qualitäten schreien geradezu nach einer besseren Liga.

Aber er weiß auch genau, wie es ist, wenn man scheitert. Er entschied sich nämlich früh (Januar 2015) und vielleicht zu ungeduldig für den Schritt ins Ausland zum portugiesischen Spitzenverein Benfica Lissabon, wo er sich überhaupt nicht zurechtfand und an RB Salzburg ausgeliehen wurde, wo er ebenfalls nur auf wenige Einsätze kam.

Deshalb traf er die Entscheidung, nach Kopenhagen zu wechseln, wo er zum Leistungsträger aufstieg.

Vielleicht hätte er sich diesen Umweg ersparen können, wenn er bei Hertha geblieben wäre. Dort überragte er in seinem Jahrgang alle. 2011/12 absolvierte Mukhtar in der B-Jugend 27 Spiele, traf 17 Mal und bereitete beeindruckende 19 Tore direkt vor.

Ein gewohntes Bild: Hany Mukhtar jubelt für Bröndby IF.
Ein gewohntes Bild: Hany Mukhtar jubelt für Bröndby IF.  © Imago

Er war zusammen mit Torhüter Marius Gersbeck dafür verantwortlich, dass Hertha den Goldenen Jahrgang des VfB Stuttgart um Timo Werner, Joshua Kimmich und Timo Baumgartl im Meisterschaftsfinale 2012 mit 2:0 besiegte.

Spätestens von da an galt er als große Verheißung für die Zukunft, obwohl er körperlich noch lange nicht so weit war, um sich im Männerfußball durchsetzen zu können, was in seinen wenigen Einsätzen für die Bundesliga-Mannschaft auch immer wieder sichtbar wurde, wenn er sich trotz seines Eifers im Zweikampf nicht durchsetzen konnte.

Da er aber im Regionalliga-Team Herthas eine überragende Quote (21 Spiele, sieben Tore, zwölf Vorlagen) hatte, kam es zu besagtem Wechsel nach Portugal.

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Dorthin wechselte er übrigens auch deshalb, weil er die deutsche U19-Nationalmannschaft um Julian Brandt und Davie Selke im Sommer 2014 zum Europameistertitel schoss.

Nun könnte er als gereifter Spielmacher in die Bundesliga zurückkommen. Es wäre der deutschen Eliteklasse zu wünschen.

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