Happy End nach harter Woche. DSC schlägt Stuttgart

Laura Dijkema (DSC) jubelt.
Laura Dijkema (DSC) jubelt.

Von Steffen Grimm

Dresden - Es war das erhoffte Happy End einer schweren englischen Woche. Nach zwei Niederlagen gegen den Schweriner SC (2:3) und Fenerbahce Istanbul (1:3) hat Titelverteidiger DSC in der Neuauflage des Vorjahresfinals Vizemeister Allianz Stuttgart mit 3:1 bezwungen.

Einen offenen Schlagabtausch mit wechselnder Führung erlebten 2680 Zuschauer in der Margon Arena zu Beginn des Spiels. Erst nach dem 12:10 konnten sich die Gastgeberinnen absetzen. 16:11 hieß es nach einem Ass von Kathleen Slay und einem Angriff von Gina Mancuso.

Dieses Fünf-Punkte-Polster verteidigte die Mannschaft von Alex Waibl bis in die Schlussphase. Mancuso beendete den ersten Satz mit einem Angriff zum 25:20.

Mareike Hindriksen (DSC).
Mareike Hindriksen (DSC).

Ein besonderer Hattrick gelang Kristina Mikhailenko und Jennifer Cross zu Beginn des zweiten Durchgangs. Mit drei Blockpunkten in Folge sorgte das Duo dafür, dass der DSC auf 6:1 davonziehen konnte. Doch die Gäste kämpften sich wieder heran - 13:12. Als die Dresdnerinnen zwei Angriffe in Folge ins Aus setzten, stand es 22:22. Aber Michelle Bartsch und Kathleen Slay schlugen zum 25:22 zu.

Spannend und dramatisch wurde der dritte Akt. Als sein Team 6:10 hinten lag, wechselte Alex Waibl. Der DSC schaffte zweimal den Ausgleich, um postwendend wieder in Rückstand zu geraten. Selbst das 20:19 war nicht die Wende - 22:24. Zwei Stuttgarter Satzbälle wehrten Myrthe Schoot [&] Co. ab, verloren aber trotzdem 24:26.

Und es ging noch dramatischer, wie der vierte Durchgang zeigte.

Der Meister führte von Beginn an, zog über 5:0 zum 22:17 durch. Dann stotterte der Motor. Nach dem 24:20 reichten vier Matchbälle nicht, die Gäste drehten den Spieß zum 24:25 um. Aber die Dresdnerinnen schlugen zurück. Nach dem 26:26 sorgten Gina Mancuso, die später als „Wertvollste Spielerin“ ausgezeichnet wurde, und Kristina Mikhailenko für das 28:26, das Happy End nach insgesamt 113 Minuten.

„Das war ein Sieg des Willens und der Mentalität nach einer sehr, sehr harten Woche“, atmete Chefcoach Alex Waibl tief durch.

Dreierblock hinterm Netz, v. l.: Laura Dijkema, Jennifer Cross und Gina Mancuso (alle Dresden) gegen Renata Sandor (Stuttgart), Dresdner SC gegen Allianz MTV Stuttgart.
Dreierblock hinterm Netz, v. l.: Laura Dijkema, Jennifer Cross und Gina Mancuso (alle Dresden) gegen Renata Sandor (Stuttgart), Dresdner SC gegen Allianz MTV Stuttgart.

Fotos: Lutz Hentschel


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