Unruhe im Rathaus: Verliert Dresden jetzt sogar einen Bürgermeister-Posten?

Dresden - Der Wechsel von Ex-Bildungsbürgermeister Hartmut Vorjohann (56, CDU) an die Spitze des sächsischen Finanzministeriums könnte im Rathaus eine Lawine lostreten.

Der Job von Umweltbürgermeisterin Eva Jähnigen (54, Grüne) steht auf der Kippe. Wenn in zwei Jahren die Bürgermeister neu vom Rat gewählt werden, könnte die Stelle entfallen.
Der Job von Umweltbürgermeisterin Eva Jähnigen (54, Grüne) steht auf der Kippe. Wenn in zwei Jahren die Bürgermeister neu vom Rat gewählt werden, könnte die Stelle entfallen.  © Norbert Neumann

Die komplette Bürgermeister-Riege könnte nicht nur durchgemischt, sondern sogar verkleinert werden.

"Die Verwaltung muss schlanker und effizienter werden. Ob wir daher sieben Bürgermeister brauchen, muss auf den Prüfstand", so Stadträtin Susanne Dagen (48, Freie Wähler). Die Fraktion hat jetzt konkrete Vorschläge für sechs statt sieben Fachbürgermeister vorgelegt.

Konkret betroffen wäre in erster Linie Umweltbürgermeisterin Eva Jähnigen (54, Grüne). Ihr Geschäftsbereich würde in zwei Jahren dem Ressort Bau und Verkehr zugeschlagen.

Hintergrund: Aktuell will eine Bürgermeisterin die Umwelt schützen, während ein anderer Bürgermeister bauen will. Zukünftig könnten diese Widersprüche in einem Ressort abgewogen werden.

Als zweiter starker Bürgermeister könnte eine Person zukünftig gleichzeitig für Wirtschaft, Arbeit und Finanzen zuständig sein.

Komplett neue Zuschnitte denkbar

Das letzte Wort hat der Stadtrat. Die neuen Bürgermeister (immer sieben Jahre Amtszeit) werden erst 2022 neu gewählt. Durch den Rücktritt von Vorjohann sind aber schon jetzt die Machtkämpfe um die Posten entbrannt.

Komplett neue Zuschnitte sind denkbar, daher kann nicht einfach "nur" ein neuer Bildungsbürgermeister gewählt werden.

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