Hartz-IV-Empfänger müssen deutlich mehr zur Miete zuzahlen!

Augsburg - Hartz-IV-Empfänger müssen in Bayern doppelt so viel Geld zur Miete zuzahlen wie noch vor zehn Jahren.

Hartz-IV-Empfänger müssen in Bayern doppelt so viel Geld zur Miete zuzahlen wie noch vor zehn Jahren. (Symbolbild)
Hartz-IV-Empfänger müssen in Bayern doppelt so viel Geld zur Miete zuzahlen wie noch vor zehn Jahren. (Symbolbild)  © Patrick Seeger/dpa

Das zeigt eine Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linkspartei, über die die Augsburger Allgemeine entsprechend berichtet.

Die sogenannte Wohnkostenlücke stieg demnach von durchschnittlich 51 Euro im Jahr 2011 auf 105 Euro im Jahr 2020. Die Lücke entsteht, wenn die Pauschale, die das Jobcenter für die Miete des Hartz-IV-Empfängers vorsieht, nicht ausreicht.

Den Differenzbetrag müssen die Betroffenen aus ihrem Regelsatz begleichen, mit dem sie eigentlich die Dinge für ihr tägliches Leben bezahlen sollen.

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Betroffen von Mietzuzahlungen sind dem Bericht zufolge in Bayern knapp 40.000 Haushalte - jeder fünfte Haushalt, der auf Hartz-IV angewiesen ist.

"Das ist eine soziale Katastrophe. Eine so hohe Wohnkostenlücke bedeutet im Grunde eine Kürzung des Existenzminimums durch die Hintertür", sagte die Münchner Linken-Abgeordnete Nicole Gohlke (45) zu der großen Problematik.

Sie forderte eine Reform der staatlichen Grundsicherung, um die Mietausgaben komplett zu decken.

Titelfoto: Patrick Seeger/dpa

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