Umfrage: Mehrheit der Deutschen ist gegen Hartz IV

Frankfurt am Main - Einer Umfrage zufolge bewertet die Mehrheit der Bundesbürger das Hartz IV-System überwiegend negativ.

Hartz IV wurde 2005 von der rot-grünen Bundesregierung eingeführt (Symbolbild).
Hartz IV wurde 2005 von der rot-grünen Bundesregierung eingeführt (Symbolbild).  © Ralf Hirschberger/ZB/dpa

65 Prozent der Befragten waren der Meinung, dass die Angst vor sozialem Abstieg gewachsen sei, seit die Hartz-Gesetze 2005 eingeführt wurden.

Dies geht aus einer repräsentativen Umfrage von infratest dimap im Auftrag des Hessischen Rundfunks (HR) hervor.

Demnach stimmen gut drei Viertel aller Befragten der Aussage zu, mit Hartz IV sei das Risiko gewachsen, im Alter arm zu sein (76 Prozent).

Auch für die Entwicklung des prekären Arbeitsmarktes macht die Mehrzahl Hartz IV verantwortlich.

So würden seit Einführung mehr Menschen zu Niedriglöhnen arbeiten als zuvor. 66 Prozent, also zwei Drittel der Befragten, glauben das.

Die Umfrage wurde für die Fernsehdokumentation "Der Hartz IV-Report" erhoben, die am heutigen Montag in der ARD ausgestrahlt (22.55 Uhr) wird.

Rund ein Drittel der Befragten sieht Hartz IV positiv

33 Prozent der Befragten stimmten indes der Aussage zu, Hartz IV habe die Arbeitslosenzahlen gesenkt.

34 Prozent meinen, Deutschland würde ohne Hartz IV wirtschaftlich heute nicht so gut dastehen.

Titelfoto: Ralf Hirschberger/ZB/dpa

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