Erste Zahlen für Hamburg: So viel Hass wird hier im Netz ausgeteilt!

Hamburg - Die Hamburger Staatsanwaltschaft erfasst seit Mitte 2018 Hasskriminalität und hat nun eine Bilanz vorgelegt.

Eine Frau liest und Tipps (hoffentlich gute) Nachrichten auf ihrem Smartphone.
Eine Frau liest und Tipps (hoffentlich gute) Nachrichten auf ihrem Smartphone.  © DPA

Wie NDR 90,3 am Dienstag berichtete, wurden 77 Ermittlungsverfahren gegen Menschen, die Hassbotschaften im Internet verbreitet haben, eröffnet.

In 44 der Fälle von Hasskriminalität seien die Angriffe fremdenfeindlich und in 24 Fällen sogar konkret antisemitisch motiviert gewesen.

Die Daten über kriminelle Hasser werden seit dem 1. Juli 2018 nach bundeseinheitlichen Kriterien erfasst. Justizsenator Till Steffen (Grüne) sagte im NDR, es gehe dabei unter anderem darum, längerfristige Entwicklungen, etwa eine antisemitische Stimmung, zu erkennen.

Nach seinen Angaben wurde etwa die Hälfte der inzwischen registrierten Taten über das Internet begangen. Erschreckend! Hass im Netz ist scheinbar genau so verbreitet wie im "echten Leben".

Hilfe und Informationen für die Betroffenen sogenannter "hate crimes" gibt es übrigens direkt bei der Polizei.

Diese Foto entstand als Teilnehmer einer Demonstration in Koblenz 2017 gegen eine zeitgleich stattfindende Tagung europäischer Rechtspopulisten demonstrierten.
Diese Foto entstand als Teilnehmer einer Demonstration in Koblenz 2017 gegen eine zeitgleich stattfindende Tagung europäischer Rechtspopulisten demonstrierten.  © DPA

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