Hat Stadt Dresden kein Geld mehr für Sanierung von Bädern?

Dresden - Im Schwimmsportkomplex am Freiberger Platz schwitzen noch die Handwerker.

Eine Mutter planscht mit ihrer Tochter im Georg-Arnhold-Bad. Das Bad in der City ist bei Familien beliebt.
Eine Mutter planscht mit ihrer Tochter im Georg-Arnhold-Bad. Das Bad in der City ist bei Familien beliebt.  © PR/Dresdner Bäder GmbH

Nach der Eröffnung des Neubaus am 3. Dezember möchte der Bäderbetrieb Weihnachten auch noch die sanierte Halle 2 in Betrieb nehmen. 36,8 Millionen Euro wurden dort investiert - der reinste "Tempel" für Schwimmfans. Doch gehen Dresden damit nicht die Puste und Gelder für andere Hallenbäder aus?

"Nein," sagt Lars Kühl, Sprecher der städtischen Gesellschaft Dresdner Bäder. Er berichtet von den Großprojekten, die sich am Horizont schon abzeichnen. Stichwort "Neues Kombibad in Prohlis": Die Rohbauarbeiten sind dort in vollem Gange.

Kühl: "Wir liegen im Zeitplan und rechnen für das Bauvorhaben mit rund 21 Millionen Euro Baukosten, wovon 7,3 Millionen Euro aus Fördertöpfen stammen."

Die Eröffnung des Bades ist für Ende 2021 vorgesehen. Bis dahin wird die bestehende Schwimmhalle geöffnet bleiben.

Neben Mammut-Projekt auch weitere Arbeiten im Gange

Wassersport statt Wildwuchs: Auf dem Grundstück Königsbrücker Landstraße 100 soll eine neue Schwimmhalle für den Dresdner Norden gebaut werden.
Wassersport statt Wildwuchs: Auf dem Grundstück Königsbrücker Landstraße 100 soll eine neue Schwimmhalle für den Dresdner Norden gebaut werden.  © Steffen Füssel

Für die geplante neue Schwimmhalle im Dresdner Norden wurde ein geeigneter Standort gefunden - an der Königsbrücker Landstraße 100 in Klotzsche.

Der Stadtrat gab dazu bereits seinen Segen. "Mit der konkreten Planung des Projektes möchten wir im kommenden Jahr beginnen. Erst dann können Aussagen zur Investitionssumme gemacht werden", erklärt der Bäder-Mann.

Neben dem Mammut-Projekt "Schwimmsportkomplex" realisierte der Bäder-Betrieb jüngst diverse kleine Umbau- und Modernisierungsmaßnahmen im Georg-Arnhold-Bad und der Schwimmhalle Bühlau.

Kühl: "Größere Investitionen sind dort in naher Zukunft nicht zu erwarten, wie auch im Elbamare und im Nordbad." Das Elbamare bekam in den Sommerferien ein neues Kassen-/Zugangssystem eingebaut.

Besucherzahlen (Jan. - Nov. 2019)

Der Hauptzugang zum Schwimmsportkomplex erfolgt ab Montag über den neu gestalteten Eingangsbereich am Freiberger Platz. Von dort erreicht man den neuen Kassentresen im Foyer. Bis auf Weiteres bleibt nur Halle 1 (Neubau) nutzbar.
Der Hauptzugang zum Schwimmsportkomplex erfolgt ab Montag über den neu gestalteten Eingangsbereich am Freiberger Platz. Von dort erreicht man den neuen Kassentresen im Foyer. Bis auf Weiteres bleibt nur Halle 1 (Neubau) nutzbar.  © Eric Münch
  • Georg-Arnhold-Bad: 177.000 (plus 10.000 gegenüber Vorjahreszeitraum)
  • Freiberger Platz: 66.000 (Vorjahr 73.000, baubedingtes Minus)
  • Bühlau: 87.000 (Vorjahr 85.000)
  • Nordbad: 20.000 (Vorjahr 24.000, Minus wegen verlängerter Schließzeiten im Sommer)
  • Prohlis: 41.000 (Vorjahr 43.000)
  • Klotzsche: 12.000 (Vorjahr 13.000)
  • Elbamare: 114.000 (Vorjahr 119.000, Minus wegen verlängerter Schließzeiten im Sommer)

    

Eine runde Sache: Der neue Schwimmsportkomplex Freiberger Platz.
Eine runde Sache: Der neue Schwimmsportkomplex Freiberger Platz.  © Eric Münch
Kaderschmiede des Sports: Generationen von erfolgreichen Schwimmern wurden an der Freiberger Straße schon ausgebildet.
Kaderschmiede des Sports: Generationen von erfolgreichen Schwimmern wurden an der Freiberger Straße schon ausgebildet.  © Eric Münch
Auf Papas Rücken erobert diese kleine Wassernixe das Schwimmbad. Wetten, dass die Kleine in wenigen Jahren schon die "Seepferdchen"-Prüfung erfolgreich ablegt?
Auf Papas Rücken erobert diese kleine Wassernixe das Schwimmbad. Wetten, dass die Kleine in wenigen Jahren schon die "Seepferdchen"-Prüfung erfolgreich ablegt?  © imago images/Westend61

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