Strecke gesperrt! 200 Passagiere müssen über Nacht in ICE ausharren

Hattersheim - Gut 200 Passagiere eines ICE haben in der Nacht auf Donnerstag stundenlang auf der Strecke Köln-Frankfurt bei Hattersheim (Main-Taunus-Kreis) festgesessen.

Die ganze Zeit über hatten die Reisenden Heizung, Strom und Licht (Symbolfoto).
Die ganze Zeit über hatten die Reisenden Heizung, Strom und Licht (Symbolfoto).  © DPA

Wie die Bundespolizei mitteilte, war die Bahnstrecke gesperrt worden, nachdem der Zug zuvor einen Menschen auf den Gleisen erfasst und getötet hatte.

Es wird von einem Selbstmord ausgegangen. Der ICE stand rund drei Stunden still, bevor er gegen 2.40 Uhr über Wiesbaden nach Köln umgeleitet wurde, wie ein Sprecher der Bahn sagte.

Alle 203 Reisenden hätten während der Sperrung in dem Zug gewartet, hieß es. Nach Angaben der Bahn gab es die gesamte Zeit Strom, Heizung und Licht.

Der Lokführer wurde von einem Kollegen abgelöst, der den Zug nach der Freigabe der Strecke weiterfuhr.

Normalerweise zieht die Redaktion es vor, nicht über versuchte Suizide zu berichten. Da sich der Vorfall aber komplett im öffentlichen Raum abgespielt hat, hat sich die Redaktion entschieden, es zu thematisieren.

Solltet Ihr selbst von Selbsttötungsgedanken betroffen sein, bei der Telefonseelsorge findet Ihr rund um die Uhr Ansprechpartner, natürlich auch anonym. Telefonseelsorge, bundeseinheitliche Nummer: 08001110111 oder 08001110222 oder 08001110116123.

Dieb Ermittler gehen aktuell von Suizid aus (Symbolfoto).
Dieb Ermittler gehen aktuell von Suizid aus (Symbolfoto).  © DPA

Titelfoto: DPA


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