Weiteres Darlehen geplant: Pannenflughafen braucht noch mehr Steuergelder

Berlin - Vor sechs Jahren sollte der neue Hauptstadtflughafen BER eigentlich eröffnen. Seit Baubeginn 2006 ist der Pannenflughafen inzwischen schon sechs Mal verschoben Mal. Immerhin steht nun der Eröffnungstermin fest: 2020 ist es soweit (TAG24 berichtete).

Die Kontrolleure stimmten den Vorschlag von Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup den BER im Herbst 2020 zu eröffnen, zu.
Die Kontrolleure stimmten den Vorschlag von Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup den BER im Herbst 2020 zu eröffnen, zu.

Doch auch nach der geplanten Eröffnung werden voraussichtlich noch Steuergelder in den Flughafen fließen. Der Bundestag hat in dieser Woche den Weg für ein weiteres Darlehen an die Betreibergesellschaft frei gemacht.

Der Haushaltsausschuss ermächtigte die Regierung, von 2020 bis 2022 rund 132 Millionen Euro für das problembehaftete Projekt zu überweisen. Die Miteigentümer Berlin und Brandenburg haben noch nicht über weitere Hilfen entschieden.

Der Verkehrs- und Finanzpolitiker der Linken im Bundestag, Jörg Cezanne (60), kritisierte, dass die Parlamentarier nicht umfassend informiert worden seien. Er sprach von "Geheimniskrämerei", die für ernste finanzielle Probleme der Flughafengesellschaft spreche.

Der Finanzrahmen für den neuen Flughafen liegt aktuell bei rund 6,5 Milliarden Euro - beim ersten Spatenstich 2006 war noch von zwei Milliarden Euro die Rede gewesen. Planungsfehler, Baumängel und geplatzte Eröffnungstermine, aber auch Erweiterungen des Projekts sowie der Schallschutz trieben die Kosten jedoch in die Höhe.


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