Haupttäter im Fall des angezündeten Obdachlosen verurteilt

Am Freitag wurden fünf Angeklagte aus der U-Haft entlassen. Der Haupttäter wurde am Dienstag verurteilt.
Am Freitag wurden fünf Angeklagte aus der U-Haft entlassen. Der Haupttäter wurde am Dienstag verurteilt.  © DPA (Bildmontage)

Berlin - Nach einer Feuerattacke gegen einen schlafenden Obdachlosen in einem Berliner U-Bahnhof ist der Haupttäter zu einer Haftstrafe von zwei Jahren und neun Monaten verurteilt worden.

Die Staatsanwaltschaft hatte eine Gefängnisstrafe von vier Jahren gefordert. Die Angeklagten hatten einen Tötungsversuch zurückgewiesen.

Das Berliner Landgericht ließ am Dienstag den harten Vorwurf des versuchten Mordes fallen und sprach den 21-Jährigen wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung schuldig.

Drei 17 bis 18 Jahre alte Mitangeklagte wurden wegen Beihilfe zu Jugendstrafen von jeweils acht Monaten Haft auf Bewährung verurteilt. Zwei weitere Angeklagte im Alter von 16 und 19 Jahren bekamen wegen unterlassener Hilfeleistung jeweils vier Wochen Arrest und müssen gemeinnützige Arbeit leisten.

Den Flüchtlingen aus Syrien und Libyen wurden vorgeworfen, in der Weihnachtsnacht 2016 einen schlafenden Obdachlosen auf einer Bank im Kreuzberger U-Bahnhof Schönleinstraße angezündet zu haben.

Nur durch das Eingreifen von Fahrgästen konnte laut Staatsanwaltschaft Schlimmeres verhindert werden. Sie löschten die Flammen, der ahnungslose Mann aus Polen blieb unverletzt.


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