Haus-Explosion in Wuppertal: Mieter wegen 21-fachen Mordversuchs vor Gericht!

Wuppertal - Nach der verheerenden Explosion und dem Einsturz eines Wohnhauses in Wuppertal steht einer der Mieter von diesem Mittwoch an wegen 21-fachen Mordversuchs vor Gericht.

Helfer nach der Explosion am 25. Juni 2018 in Wuppertal.
Helfer nach der Explosion am 25. Juni 2018 in Wuppertal.

Das hat ein Sprecher des Landgerichts am Dienstag mitgeteilt. Der 54-Jährige soll in suizidaler Absicht die Gasleitung manipuliert und die Explosion ausgelöst haben.

Er selbst und vier weitere Bewohner waren dabei verletzt worden, einer von ihnen schwebte in Lebensgefahr.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten vor, die Explosion heimtückisch und gemeingefährlich verursacht zu haben.

Er hatte im Erdgeschoss des Hauses gewohnt. Die Ermittler der Mordkommission und ein Sachverständiger hatten in dem völlig zerstörten Gebäude Hinweise auf eine Manipulation an der Gasinstallation entdeckt.

Insgesamt rund 30 Menschen, darunter auch kleine Kinder und Jugendliche, hatten in der Nacht zum 24. Juni 2018 auf einen Schlag ihr Zuhause verloren.

Gewaltige Explosion hatte Haus zerstört

Das komplette Haus in Wuppertal wurde bei der Detonation zerstört.
Das komplette Haus in Wuppertal wurde bei der Detonation zerstört.  © DPA

Die Explosion hatte die Wohnstraße kurz vor Mitternacht erschüttert. Wenig später waren Flammen aus dem Gebäude geschlagen. Das Haus brannte aus, die Überreste stürzten Stunden später in sich zusammen.

In der Häuserreihe klaffte eine Lücke. Schutt, Steine, Fensterrahmen und Möbel bedeckten die Straße.

Ein parkendes Auto war vom Trümmerhagel völlig zerstört worden.

Update, 11.37 Uhr: Geständnis

Der Mieter hat die Tat gestanden. Er habe sich umbringen wollen und dazu die Gasleitung geöffnet, sagte der 54-Jährige beim Prozessauftakt am Mittwoch. "Ich bitte alle Bewohner um Verzeihung. Ich weiß, dass ich die Verantwortung trage. Ich habe das nicht gewollt."

Einer der Bewohner war durch die Wucht der Explosion auf die Straße geschleudert worden. Er schwebte in Lebensgefahr und ist seitdem ein Pflegefall.

Der mutmaßliche Täter der Explosion steht jetzt vor Gericht.
Der mutmaßliche Täter der Explosion steht jetzt vor Gericht.

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